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Google Ads
vs.
Instagram Ads

Google Ads vs. Instagram Ads: Suchintention oder Discovery?

Google Ads oder Instagram Ads? Vergleich von Suchintention und Discovery-Werbung für Lead-Generierung und E-Commerce — Stärken, Schwächen, Kombination.

Vergleichstabelle

Kriterium
Google Ads
Instagram Ads
GrundprinzipNachfrage abholen: Nutzer suchen aktivNachfrage wecken: Nutzer werden beim Scrollen erreicht
KaufbereitschaftHoch — konkrete SuchintentionNiedrig bis mittel — Impulsebene
Creative-AnforderungenTextanzeigen, Feed — moderater AufwandHoch: ständig frische Bilder/Videos nötig
Lead-Generierung B2B/DienstleistungStark bei akutem Bedarf („notdienst", „beratung")Eher Markenaufbau, Leads oft günstiger aber kälter
E-CommerceShopping/PMax für aktive ProduktsucheStark für visuelle, impulsgetriebene Produkte
MessbarkeitKlare Klick-zu-Conversion-PfadeView-Effekte schwerer zuzuordnen, Attribution unscharf

Unser Fazit

Kommt darauf an

Es hängt davon ab, ob für dein Angebot bereits gesucht wird: Existiert aktive Nachfrage, ist Google Ads meist der effizientere erste Kanal. Visuelle Produkte und neue Angebote ohne Suchvolumen profitieren von Instagram. Viele erfolgreiche Setups kombinieren beides entlang der Customer Journey.

Detaillierte Analyse

Google Ads vs. Instagram Ads: Zwei grundverschiedene Logiken

Google Ads und Instagram Ads werden oft als austauschbare „Online-Werbung" in einen Topf geworfen. Dabei folgen sie zwei völlig unterschiedlichen Logiken: Google holt bestehende Nachfrage ab, Instagram weckt neue. Welche Logik für dich besser funktioniert, hängt weniger vom Budget ab als von der Frage: Sucht überhaupt jemand nach dem, was du anbietest?

Suchintention: der strukturelle Vorteil von Google

Wer „Steuerberater Köln" oder „Wärmepumpe Kosten" googelt, hat ein konkretes Problem und oft eine Kaufabsicht. Du erreichst Menschen exakt in dem Moment, in dem sie eine Lösung suchen. Das macht Google Ads besonders stark für Dienstleister, B2B und alles mit akutem Bedarf. Die Kehrseite: Du bist auf vorhandenes Suchvolumen begrenzt. Wenn niemand nach deinem Produkt sucht — weil es neu oder erklärungsbedürftig ist — kannst du noch so gut bieten: Es gibt schlicht keine Auktionen zu gewinnen.

Discovery: die Stärke von Instagram

Instagram (über den Meta-Werbeanzeigenmanager, gemeinsam mit Facebook) erreicht Menschen, die gerade nicht aktiv suchen. Das klingt nach Nachteil, ist aber für bestimmte Fälle ein Vorteil: Visuell starke Produkte, Impulskäufe, Lifestyle-Themen und neue Angebote ohne Suchvolumen funktionieren hier oft besser als in der Suche. Der Preis dafür: Du brauchst laufend gute Creatives. Bilder und Videos nutzen sich ab, und ohne frischen Content steigen die Kosten pro Ergebnis typischerweise spürbar an.

Lead-Generierung: warm vs. kalt

Für Lead-Gen gilt eine einfache Faustregel: Google-Leads sind tendenziell teurer, aber wärmer — die Person hatte ein konkretes Anliegen. Instagram-Leads sind oft günstiger, aber kälter — viele haben aus Neugier geklickt. Wenn dein Vertrieb wenig Kapazität hat, ist ein teurerer, qualifizierter Google-Lead häufig wirtschaftlicher als drei günstige, aber unentschlossene Instagram-Leads. Hast du dagegen einen guten Nachfass-Prozess (E-Mail-Strecken, Telefonie), können Instagram-Leads sehr gut funktionieren.

E-Commerce: es kommt aufs Produkt an

Für Produkte mit aktiver Suchnachfrage (Ersatzteile, Markenprodukte, konkrete Bedarfe) ist Google Shopping bzw. Performance Max meist der effizientere Kanal. Für visuelle, emotionale oder neuartige Produkte — Mode, Deko, Geschenkideen — spielt Instagram seine Stärken aus. Viele Shops nutzen Instagram zur Bedarfsweckung und fangen die ausgelöste Suchnachfrage anschließend über Google ab.

Die sinnvolle Kombination

In der Praxis ist die Frage selten „entweder oder". Ein bewährtes Muster: Starte auf dem Kanal, der zu deiner Nachfragesituation passt, und mache ihn profitabel. Erst dann erweiterst du. Wer beide Kanäle gleichzeitig mit kleinem Budget startet, bekommt auf keinem genug Daten für belastbare Aussagen.

Unser Fazit

Gibt es Suchvolumen für dein Angebot, starte mit Google Ads — du erreichst Menschen mit Absicht statt mit Hoffnung. Lebt dein Produkt von Optik und Impuls oder ist es zu neu für die Suche, führt der Weg über Instagram. Langfristig profitieren die meisten Unternehmen von einer durchdachten Kombination.

Häufige Fragen

Die Klickpreise auf Instagram sind häufig niedriger als in der Google-Suche. Entscheidend ist aber nicht der Klickpreis, sondern der Preis pro qualifizierter Anfrage oder pro Verkauf — und der hängt stark von Branche, Angebot und Creative-Qualität ab. Pauschale Aussagen sind hier unseriös.
Es kann funktionieren, vor allem für Markenaufbau und Remarketing. Für akuten B2B-Bedarf ist die Google-Suche meist treffsicherer, weil dort konkrete Probleme gesucht werden. Instagram-B2B-Leads brauchen typischerweise einen längeren Nachqualifizierungs-Prozess.
Nicht zwingend professionell, aber authentisch und in ausreichender Menge. Auf Instagram nutzen sich Creatives schnell ab — wer nicht regelmäßig neue Bilder oder Videos liefern kann, sollte den laufenden Produktionsaufwand realistisch einplanen, bevor er startet.
Davon raten wir meist ab. Mit einem kleinen Budget auf zwei Plattformen sammelst du auf keiner genug Daten für belastbare Entscheidungen. Sinnvoller: erst einen Kanal profitabel machen, dann erweitern — beginnend mit dem Kanal, der zu deiner Nachfragesituation passt.
Mit sauberem Conversion-Tracking auf beiden Plattformen und einem ehrlichen Blick auf die Customer Journey. Beachte: Plattform-Berichte rechnen sich Conversions gerne gegenseitig zu. Ein neutrales Analytics-Setup und ggf. Server-Side-Tracking schaffen eine gemeinsame Vergleichsbasis.

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