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Microsoft Ads

Google Ads vs. Microsoft Ads (Bing): Lohnt sich Bing-Werbung?

Google Ads vs. Bing Ads (Microsoft Ads) im Vergleich: Marktanteil, Kosten, Zielgruppen und ob sich Bing-Werbung für dein Unternehmen lohnt.

Vergleichstabelle

Kriterium
Google Ads
Microsoft Ads
Marktanteil (DACH)~90% der Suchanfragen~5-8% der Suchanfragen (Bing)
Durchschnittlicher CPC1-5€ (je nach Branche)30-50% günstiger als Google (Bing Ads)
ZielgruppeBreit — alle AltersgruppenÄlter (35+), höheres Einkommen, B2B
WettbewerbHoch — viele WerbetreibendeNiedrig — weniger Werbetreibende

Unser Fazit

Beide empfohlen

Google Ads sollte immer deine primäre Plattform sein (90% Marktanteil). Microsoft Ads ist ein sinnvolles Zusatzinvestment — besonders für B2B und ältere Zielgruppen.

Detaillierte Analyse

Google Ads vs. Microsoft Ads: Warum Bing fast nie ignoriert werden sollte

Microsoft Ads (vormals Bing Ads) wird im DACH-Performance-Marketing systematisch unterschätzt. Bei einem Marktanteil von 5–8 % erscheint die Plattform irrelevant — aber genau diese Unterschätzung ist der Hebel: weniger Wettbewerber, niedrigere CPCs, ein demografisch oft profitablerer Nutzerpool und ein Tooling-Vorteil, den Google strukturell nicht hat (LinkedIn-Daten).

Bing Ads vs. Google Ads: die wichtigsten Unterschiede

Die meisten suchen nach "Bing Ads", nicht nach dem offiziellen Namen "Microsoft Ads" — beides meint dieselbe Plattform. Der wichtigste Unterschied zu Google Ads: Bing Ads erreicht mit 5–8 % Marktanteil deutlich weniger Suchvolumen, dafür sind die CPCs im Schnitt 30–50 % günstiger und die Zielgruppe ist im Mittel älter, einkommensstärker und B2B-lastiger. Praktisch heißt das: weniger Reichweite, aber oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis pro Lead. Da Bing Ads Kampagnen direkt aus Google Ads importieren kann, ist der Einstieg in wenigen Minuten erledigt.

Wer eigentlich auf Bing sucht

Die Microsoft-Such-Reichweite umfasst Bing, MSN, Yahoo, AOL, DuckDuckGo (über Bing-Backend), Microsoft Edge Default Search, Windows-System-Search und neuerdings Copilot. Das ist deutlich mehr als nur "Bing-Nutzer".

Demografisches Profil im DACH-Raum (aggregierte Daten 2024):

  • Alter: Median 6–9 Jahre älter als Google-Nutzer.
  • Haushaltseinkommen: Im Mittel 11–18 % höher.
  • Business-Anteil: Microsoft Edge ist Default-Browser in vielen Unternehmens-Setups → höherer Anteil B2B-Entscheider in Arbeitszeiten.
  • Bildungsniveau: Höherer Anteil Hochschulabschluss.

Für B2B, Finanzdienstleistungen, hochpreisige B2C-Services und Premium-E-Commerce ist das eine messbar profitablere Zielgruppe.

Der LinkedIn-Daten-Vorteil

Da Microsoft seit 2016 LinkedIn besitzt, können Microsoft Ads professionelle Profil-Daten als Targeting-Layer nutzen, die Google Ads nicht zur Verfügung hat:

  • Branche (z. B. "Manufacturing — Industrial Machinery")
  • Funktion / Job-Title (z. B. "Director of IT")
  • Unternehmensgröße (z. B. "500+ Mitarbeiter")
  • Senioritätslevel (z. B. "VP+")

Für B2B-Software-Vermarkter ist das eine native Funktion, die bei Google Ads nur über teure Lookalike-Workarounds annähernd nachgebaut werden kann.

Die echte Kostendifferenz

Klassische CPC-Vergleiche zwischen Google Ads und Bing Ads im DACH-Raum (Mittelwerte, KMU-Konten):

  • Generische B2C-Suchen: Google CPC 1,80 € → Microsoft CPC 1,10 € (~−40 %).
  • B2B-Software-Kategorien: Google CPC 14 € → Microsoft CPC 7,50 € (~−45 %).
  • Anwalt / Versicherung: Google CPC 28 € → Microsoft CPC 18 € (~−35 %).
  • Lokale Dienstleistungen: Google CPC 3,20 € → Microsoft CPC 2,40 € (~−25 %).

Das niedrigere CPC-Niveau kombiniert mit oft höherer Conversion-Rate (kaufkräftigere Zielgruppe) ergibt häufig einen 30–60 % niedrigeren Cost-per-Acquisition als Google Ads.

Wann sich Microsoft Ads klar lohnt

  • B2B-Unternehmen jeder Größe: Die LinkedIn-Daten-Verknüpfung allein rechtfertigt den Test.
  • Hochpreisige Dienstleistungen: Anwalt, Steuerberater, Premium-Coaching, Wealth-Management.
  • Finanz- und Versicherungsprodukte: Demografisches Profil deckt sich mit Käuferprofil.
  • E-Commerce mit höheren Warenkorbwerten: Premium-Mode, Outdoor-Equipment, technische Produkte mit AOV > 200 €.
  • Unternehmen mit bestehendem Google-Ads-Erfolg: Wer profitabel auf Google läuft, hat fast immer eine Microsoft-Ads-Opportunity die nichts zusätzlich kostet außer 30 Min. Setup-Zeit.

Wann Microsoft Ads keine Priorität ist

  • Stark Mobile-zentrische junge Zielgruppen: Gen Z + Millennials nutzen Microsoft-Plattformen kaum.
  • Sehr niedrige Mediabudgets (< 500 €/Mo): Operativer Aufwand der Zweit-Plattform wiegt den Reichweite-Zugewinn nicht auf.
  • Strikt lokale Mikro-Märkte: Sehr lokal-spezifische Dienstleistungen können auf Bing zu wenig Suchvolumen finden.
  • Konsumelektronik & Lifestyle für junges Publikum: Google + Meta dominieren hier klar.

Der einfache Import-Prozess

Microsoft Ads bietet einen automatisierten Import direkt aus deinem Google-Ads-Konto. Kampagnenstruktur, Keywords, Anzeigentexte, Sitelinks, Negativ-Listen und Budget-Einstellungen werden übernommen. Realistischer Setup-Aufwand:

  • Initial-Import: 30–45 Minuten.
  • Konto-Linking + Conversion-Tracking-Setup: 1–2 Stunden.
  • Erste Optimierung & Plattform-spezifische Anpassungen: 4–6 Stunden in den ersten 2 Wochen.

Was nicht 1:1 importiert wird: Performance Max (gibt's auf Microsoft nicht in identischer Form) und einige Asset-Typen. Dafür gibt es Microsoft-spezifische Features (LinkedIn-Targeting, Audience Network), die du manuell aktivierst.

Häufige Fehler beim Microsoft-Ads-Start

  1. 1:1-Übernahme ohne Anpassung: CPC-Niveau und Wettbewerb sind anders — Gebote sollten nach Import angepasst werden, nicht 1:1 von Google.
  2. Audience Network nicht aktiviert: Das Display-Netzwerk-Pendant kann bei richtigem Setup viel Reichweite zu sehr günstigen CPCs liefern.
  3. LinkedIn-Targeting nicht genutzt: Wer für B2B auf Microsoft wirbt und LinkedIn-Layer nicht setzt, verschenkt den größten Plattform-USP.
  4. Conversion-Tracking nicht parallel: Google-Ads-Conversion-Tag ist nicht das Microsoft-UET-Tag. Ohne UET kein Smart Bidding und kein sauberes Reporting.

Praktische Empfehlung

Microsoft Ads ist selten deine Primär-Plattform. Aber als Add-on zur etablierten Google-Ads-Strategie ist es in 7 von 10 Fällen eine zusätzliche Profitabilitätsquelle für ~5–15 % Mehraufwand. Wer Microsoft Ads ignoriert, lässt Geld liegen — besonders im B2B-Segment.

Weiterführende Ressourcen

Häufige Fragen

Ja, besonders für B2B und Dienstleistungen mit höherwertiger Zielgruppe. Die CPCs sind 30-50% günstiger und der Import aus Google Ads dauert nur 30 Minuten.
Ja, Microsoft Ads bietet eine Import-Funktion, die deine Kampagnen mit Struktur, Keywords, Anzeigentexten und Einstellungen übernimmt.
Bing Ads (offiziell Microsoft Ads) und Google Ads sind beide Suchmaschinenwerbung, unterscheiden sich aber deutlich: Bing erreicht in DACH nur 5-8% der Suchanfragen statt ~90% bei Google, dafür sind die CPCs meist 30-50% günstiger. Die Bing-Zielgruppe ist im Schnitt älter, einkommensstärker und B2B-lastiger. Außerdem kann Microsoft Ads professionelle LinkedIn-Daten fürs Targeting nutzen, was bei Google Ads nicht möglich ist. Kampagnen lassen sich per Import aus Google Ads übernehmen.

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