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Demand Gen
vs.
Performance Max

Demand Gen vs. Performance Max: Welcher automatisierte Kampagnentyp wofür?

Demand Gen und Performance Max werden oft verwechselt. Wo die beiden automatisierten Kampagnentypen laufen, was sie bezwecken und wann welcher sinnvoll ist.

Vergleichstabelle

Kriterium
Demand Gen
Performance Max
Primäres ZielNachfrage wecken: Aufmerksamkeit und InteresseNachfrage abschöpfen: maximale Conversions
PlatzierungenYouTube, Discover, Gmail — visuelle FeedsAlle Google-Kanäle inkl. Suche und Shopping
ZielgruppensteuerungEchte Zielgruppen-Auswahl inkl. LookalikesNur Signale — das System entscheidet selbst
Funnel-StufeOberer/mittlerer FunnelUnterer Funnel, conversion-nah
Creative-AnforderungStarke Bilder und Videos sind der KernBreites Asset-Set, Feed bei E-Commerce zentral
TransparenzKanal-Berichte vorhanden, Steuerung moderatBegrenzt — Blackbox-Charakter trotz Verbesserungen

Unser Fazit

Kommt darauf an

Die beiden Kampagnentypen konkurrieren weniger, als ihr Ruf vermuten lässt: Performance Max schöpft vorhandene Nachfrage conversion-nah ab und ist besonders im E-Commerce mit Produktfeed stark. Demand Gen weckt Nachfrage in visuellen Feeds und gibt dir echte Zielgruppenkontrolle. Wer nur einen wählen kann und Conversions braucht, startet meist mit Performance Max — Demand Gen ergänzt, wenn das Suchvolumen ausgeschöpft ist.

Detaillierte Analyse

Demand Gen vs. Performance Max: Zwei Automaten, zwei Aufträge

Beide Kampagnentypen sind stark automatisiert, beide arbeiten mit Smart Bidding, beide wollen möglichst viele Assets von dir — kein Wunder, dass sie ständig verwechselt werden. Dabei erfüllen sie grundverschiedene Aufträge im Konto.

Performance Max: der Conversion-Sammler

Performance Max ist Googles „Alles-Kanal"-Kampagne: Sie spielt deine Assets über das gesamte Inventar aus — Suche, Shopping, Display, YouTube, Discover, Gmail, Maps — und optimiert auf das Conversion-Ziel, das du vorgibst. Die Stärke liegt im unteren Funnel: PMax findet conversion-bereite Nutzer über alle Kanäle hinweg, besonders effektiv im E-Commerce mit Produktfeed über das Merchant Center. Der Preis dafür ist Kontrolle: Du steuerst über Asset-Gruppen und Zielgruppensignale, aber wo dein Budget genau landet, entscheidet das System — die Transparenz hat sich verbessert, bleibt aber begrenzt.

Demand Gen: der Nachfrage-Wecker

Demand Gen (Nachfolger der Discovery-Kampagnen) ist auf die visuellen Google-Feeds spezialisiert: YouTube inklusive Shorts, Discover und Gmail. Hier sollen ansprechende Bilder und Videos Menschen erreichen, die noch gar nicht aktiv suchen — also Nachfrage wecken, nicht abschöpfen. Der entscheidende Unterschied zu PMax: Du wählst echte Zielgruppen aus, inklusive Lookalike-Segmenten auf Basis deiner Kundenlisten. Diese Steuerbarkeit macht Demand Gen zum Werkzeug für gezielte Funnel-Arbeit — vorausgesetzt, du hast starke Creatives, denn ohne sie verpufft der Kampagnentyp.

Der Kernunterschied in einem Satz

Performance Max beantwortet die Frage „Wo finde ich die nächste Conversion?" — Demand Gen die Frage „Wie mache ich Menschen auf mein Angebot aufmerksam, die noch nicht suchen?"

Wann welcher Typ sinnvoll ist

  • Performance Max: E-Commerce mit Produktfeed, ausgereiftes Conversion-Tracking, Fokus auf messbare Abschlüsse. Als Ergänzung zu bestehenden Suchkampagnen, nicht als Ersatz.
  • Demand Gen: Suchvolumen ausgeschöpft, neue Zielgruppen erschließen, visuell starkes Angebot, Remarketing- und Lookalike-Strategien. Erwartung realistisch halten: Die Wirkung zeigt sich oft erst zeitversetzt in steigenden Suchanfragen.

Unser Fazit

Die Frage ist selten „entweder oder", sondern „in welcher Reihenfolge". Solide Basis sind Suchkampagnen plus sauberes Tracking. Performance Max kommt dazu, wenn Conversions skaliert werden sollen — Demand Gen, wenn die vorhandene Nachfrage nicht mehr reicht und du mit guten Creatives neue Zielgruppen aufbauen willst. Beide Automaten sind nur so gut wie die Daten und Assets, die du ihnen gibst.

Häufige Fragen

Ja, das ist sogar ein übliches Setup: PMax übernimmt den conversion-nahen Teil, Demand Gen baut darüber Reichweite und neue Zielgruppen auf. Achte auf getrennte Auswertung und darauf, dass beide Kampagnen nicht auf dieselben engen Remarketing-Listen optimieren — sonst kaufen sie sich gegenseitig die günstigen Conversions ab.
Teilweise. Demand Gen ist für viele Ziele der Standard-Weg zu YouTube, Discover und Gmail geworden — klassische Videokampagnen gibt es aber weiterhin, etwa für Reichweiten- und Awareness-Ziele mit eigener Formatkontrolle. Für conversion-orientierte visuelle Kampagnen ist Demand Gen meist die erste Wahl.
PMax ist als Blackbox konzipiert: Das System verteilt das Budget eigenständig über alle Kanäle. Google hat die Berichte schrittweise verbessert — etwa Aufschlüsselungen auf Kanalebene und Suchbegriffs-Einblicke — aber eine Steuerung pro Kanal wie bei klassischen Kampagnen gibt es weiterhin nicht.
Hochwertige Bilder in mehreren Formaten und idealerweise Videos, auch vertikal für Shorts. Demand Gen lebt von visueller Qualität — mit Logos und Stock-Bildern verschenkst du das Potenzial des Kampagnentyps. Plane die Creative-Produktion als festen Teil des Budgets ein.
Zielgruppen aus Nutzern, die deinen bestehenden Kunden ähneln — gebildet auf Basis deiner hochgeladenen Kundenlisten oder anderer eigener Daten. Je größer und sauberer die Ausgangsliste, desto brauchbarer das Segment. Das ist einer der größten Steuerungsvorteile von Demand Gen gegenüber Performance Max.

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