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Google Ads AI Max: Was die automatische Umstellung ändert

Google hat im September 2026 Suchkampagnen mit automatisch erstellten Assets oder Broad-Match-Einstellung auf AI Max umgestellt. Das prüfst du jetzt.

Mijo Jurisic

Google Ads Consultant

14 Min. Lesezeit
Tuschezeichnung: Eine Roboterhand legt einen Schalter von manuell auf automatisch um, wenige Keyword-Karten werden zu einer großen Wolke

Kurz gesagt

Google hat im September 2026 einzelne Suchkampagnen auf AI Max umgestellt, nicht ganze Konten: betroffen waren Kampagnen mit automatisch erstellten Assets (ACA) oder mit der Broad-Match-Einstellung auf Kampagnenebene, eine der beiden reichte. Laut Google Ads Developer Blog ist danach der Suchanfragen-Abgleich aktiv, bei ehemaligen ACA-Kampagnen auch die Textanpassung, die Erweiterung der finalen URL bleibt aus. Dynamische Suchanzeigen stellt Google laut eigenem Zeitplan ab Februar 2027 um, bis dahin gilt: kontrolliert testen statt blind übernehmen.

Im September 2026 hat Google Suchkampagnen auf AI Max umgestellt. Betroffen waren nicht ganze Konten, sondern einzelne Kampagnen: solche, die automatisch erstellte Assets nutzten, und solche mit der Einstellung für weitgehend passende Keywords auf Kampagnenebene, im Folgenden kurz Broad-Match-Einstellung. Eine der beiden Einstellungen reichte. Laut Google Ads Developer Blog lief die Umstellung vom 1. bis 30. September, schrittweise über den ganzen Monat verteilt. Wenn du diesen Artikel liest, ist sie durch.

Die Frage ist also nicht mehr, ob AI Max kommt, sondern was es in deinen Kampagnen verändert hat und was du jetzt prüfst. Dynamische Suchanzeigen sind noch nicht dran, für sie nennt Google Februar 2027. Die Fakten in diesem Artikel stammen aus dem Developer Blog, dem Google-Blog zur Umstellung und der Google Ads-Hilfe, jeweils an der passenden Stelle verlinkt. Wo ich einordne, sage ich das dazu.

Was Google umgestellt hat und was nicht

Die Umstellung betraf zwei ältere Einstellungen in Suchkampagnen:

  • Automatisch erstellte Assets (ACA): Google erzeugt zusätzliche Anzeigentitel und Beschreibungen aus deiner Website und deinen Anzeigen. In AI Max heißt diese Funktion heute „Textanpassung“.
  • Broad-Match-Einstellung auf Kampagnenebene: die Option, alle Keywords einer Kampagne als weitgehend passende Keywords laufen zu lassen.

Google spricht in der Mail an Werbetreibende, die Search Engine Roundtable am 7. August 2026 zitiert hat, von Kampagnen, die automatisch erstellte Assets „und/oder“ die Broad-Match-Einstellung nutzen. Kampagnen ohne diese Einstellungen hat Google nicht angefasst. Das ist der Punkt, der in vielen Zusammenfassungen untergeht: Es gab keinen Schalter für das ganze Konto.

Umgestellt wurde laut Developer Blog in der bestehenden Kampagne. Sie bleibt dieselbe, mit ihrer Historie, und bekommt die entsprechenden AI-Max-Einstellungen. Seit dem 3. August 2026 lassen sich die alten Einstellungen außerdem nicht mehr neu anlegen, weder in der Oberfläche noch im Google Ads Editor noch über die API.

Nicht Teil der Septemberwelle waren dynamische Suchanzeigen (DSA). Für sie gilt laut Developer Blog ein eigener Zeitplan:

  • Seit September 2026: Hinweise im Konto mit einem freiwilligen Upgrade auf AI Max, zu finden in den Kampagneneinstellungen bei der Einstellung für dynamische Suchanzeigen.
  • 15. Januar 2027: Erinnerung an alle betroffenen Konten.
  • 1. bis 28. Februar 2027: automatische Umstellung. Neue DSA-Anzeigengruppen lassen sich dann nicht mehr anlegen, nicht umgestellte DSA-Kampagnen werden zu Standard-Suchanzeigengruppen mit aktiviertem AI Max.

Die Google-Hilfe zu dynamischen Suchanzeigen nennt denselben Starttermin. Den DSA-Termin hat Google allerdings schon einmal verschoben: Laut Update im Google-Blog vom 11. Juni 2026 wurde der Zeitplan verlängert und beginnt im Februar 2027. Ich plane mit Februar, schaue aber vorher noch einmal nach, ob der Termin steht.

Was AI Max konkret ändert

AI Max ist laut Google Ads-Hilfe keine eigene Kampagnenart, sondern eine Optimierungsebene innerhalb der Suchkampagne. Drei Bausteine gehören dazu:

  1. Suchanfragen-Abgleich: AI Max erweitert die Reichweite über weitgehend passende Keywords und über keywordlosen Abgleich, also Suchanfragen, für die Google deine Anzeigen, Assets und Landingpages als passend einstuft, auch ohne passendes Keyword. Gesteuert wird das auf Anzeigengruppenebene.
  2. Textanpassung: Google erstellt zusätzliche Anzeigentitel und Beschreibungen aus deiner Landingpage, deinen Anzeigen und Keywords. Laut Hilfe zur Textanpassung werden diese Assets mindestens alle 48 Stunden aktualisiert und nur ausgeliefert, wenn Google eine bessere Leistung vorhersagt.
  3. Erweiterung der finalen URL, im Folgenden kurz URL-Erweiterung: Google schickt Nutzer auf die Seite deiner Website, die zur Suchanfrage am besten passt, wenn eine bessere Leistung wahrscheinlich ist. Die URL-Erweiterung setzt die Textanpassung voraus.

Welche Bausteine nach der Umstellung aktiv sind, hängt davon ab, woher die Kampagne kam. Die ersten beiden Spalten stammen aus dem Developer Blog, die dritte aus der Hilfe zur Einrichtung von AI Max:

BausteinVorher Broad-Match-EinstellungVorher automatisch erstellte AssetsAI Max selbst eingeschaltet
Suchanfragen-Abgleichananan
Textanpassungausanan
URL-Erweiterungausausan

Tabelle seitlich scrollbar

Bei ehemaligen Broad-Match-Kampagnen hat Google laut Developer Blog bestehende Markeneinschlüsse und Markenausschlüsse übernommen. Neue Suchkampagnen starten laut Google-Hilfe übrigens mit aktiviertem AI Max. Wer eine Kampagne neu anlegt, sollte den Abschnitt AI Max also bewusst ansehen und nicht einfach durchklicken.

Google begründet den Schritt mit einer eigenen Zahl: Laut Google erzielen Suchkampagnen mit AI Max im Schnitt 7 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA oder ROAS, wenn alle drei Bausteine laufen, verglichen mit dem Suchanfragen-Abgleich allein. Grundlage sind laut Fußnote interne Google-Daten aus 2026 für Werbetreibende außerhalb des Einzelhandels. Zwei Dinge gehören zu dieser Zahl dazu. Es ist ein Durchschnitt über viele Konten, keine Aussage über deins. Und der Vergleich läuft gegen den Suchanfragen-Abgleich allein, nicht gegen eine Kampagne ohne AI Max. Die Zahl ist also vor allem ein Argument, Textanpassung und URL-Erweiterung ebenfalls einzuschalten.

Ein Detail betrifft nur ehemalige Broad-Match-Kampagnen, die Keyword-Priorisierung. Laut Hilfe zur Broad-Match-Einstellung werden weitgehend passende Keywords nach dem Abschalten der Einstellung oder dem Wechsel zu AI Max bei der Priorisierung nicht mehr wie genau passende Keywords behandelt. Wer diese Priorisierung behalten will, legt genau passende Kopien der betreffenden Keywords an. Umwandeln geht auch, löscht laut Google aber die bisherige Keyword-Statistik, deshalb Kopie statt Umwandlung. Wer mit der normalen Priorisierung genau passender Keywords in AI Max zufrieden ist, muss laut Google nichts tun.

So erkennst du, ob deine Kampagne umgestellt wurde

Vier Stellen verraten dir den Stand:

  • Kampagneneinstellungen: In der Kampagne unter Einstellungen gibt es einen eigenen Abschnitt AI Max mit einem Schalter. Ist er an, läuft die Kampagne mit AI Max. Dort findest du auch die Einstellungen zu Textanpassung und URL-Erweiterung.
  • Suchbegriffsbericht: Suchbegriffe, die über AI Max kamen, tragen in der Spalte „Keyword-Option“ den Wert „AI Max“. Tauchen dort ab einem bestimmten Tag solche Einträge auf, hast du einen guten Anhaltspunkt für das Datum der Umstellung.
  • Asset-Übersicht: Eine eigene Spalte zeigt laut Hilfe, ob ein Asset von dir oder automatisch hinzugefügt wurde. So findest du die Texte, die die Textanpassung erzeugt hat.
  • API und Skripte: Wer das Konto per API auswertet, findet laut Developer Blog in den Feldern campaign.aca_migration_date_time und campaign.broad_match_migration_date_time den genauen Zeitpunkt der Umstellung je Kampagne.

Ob die Umstellung auch als Eintrag im Änderungsverlauf auftaucht, konnte ich in Googles Unterlagen nicht bestätigen. Ich würde mich nicht darauf verlassen und das Datum aus dem Suchbegriffsbericht oder der API nehmen.

Welche Kontrollen du hast

AI Max ist kein Alles-oder-nichts-Schalter. Laut Google-Hilfe gibt es diese Stellschrauben:

  • URL-Ausschlüsse auf Kampagnenebene: Seiten, auf die Google nicht erweitern soll, etwa Karriere, Impressum, Blog oder Angebote, die du nicht bewerben willst. Laut Einrichtungs-Hilfe setzen URL-Ausschlüsse voraus, dass Textanpassung und URL-Erweiterung aktiv sind.
  • URL-Einschlüsse auf Anzeigengruppenebene: Sie legen fest, welche Seiten für eine Anzeigengruppe infrage kommen.
  • Markeneinschlüsse auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene, Markenausschlüsse nur auf Kampagnenebene. Einschlüsse auf Anzeigengruppenebene gehen denen der Kampagne vor.
  • Orte von Interesse auf Anzeigengruppenebene, um die Auslieferung an Suchanfragen zu bestimmten Orten zu knüpfen.
  • Textrichtlinien (Beta): Laut Hilfe zu Textrichtlinien bis zu 25 Begriffsausschlüsse und bis zu 40 Einschränkungen für Werbetexte je Kampagne. Voraussetzung ist eine aktive Textanpassung. Damit fängst du Formulierungen ab, die in deinen Anzeigen nichts verloren haben.
  • Auszuschließende Keywords: Laut AI-Max-FAQ berücksichtigt AI Max sie weiterhin. Deine Keyword-Ausschlüsse greifen weiter.
  • Abschalten: Möglich über den Schalter im Abschnitt AI Max. Damit schaltest du alle AI-Max-Einstellungen der Kampagne ab. Laut FAQ fallen dabei alle AI-Max-Funktionen weg, auch die Markenausschlüsse, und Google weist darauf hin, dass sich die Leistung ändern kann. Aktivierst du AI Max wieder, bleiben die zuvor festgelegten Einstellungen erhalten.

Was ich nicht bestätigen konnte: ob beim Abschalten die alte Broad-Match-Einstellung zurückkommt. Da Google die alten Einstellungen seit dem 3. August nicht mehr neu anlegen lässt, würde ich nicht davon ausgehen.

Dazu kommen vier Einschränkungen aus der Hilfe, die in jede Entscheidung gehören:

  • Angepinnte Assets: Laut FAQ berücksichtigt AI Max angepinnte Anzeigentitel und Beschreibungen nicht, wenn Textanpassung und URL-Erweiterung beide aktiv sind, ebenso wenig bei URL-Einschlüssen. Wer Pflichtangaben per Pinning absichert, muss das wissen.
  • Gebotsstrategie: Suchanfragen-Abgleich, URL-Erweiterung und Textanpassung brauchen laut Google conversionbasiertes Smart Bidding, um wirksam zu arbeiten. Mit manuellem CPC sind die Möglichkeiten von AI Max laut FAQ eingeschränkt. Wie Google zielbasierte Strategien seit August bei Budgetgrenzen steuert, steht im Beitrag zum Gebotsstrategien-Stichtag 17. August.
  • Budget: „AI Max ist nicht effektiv, wenn Kampagnen durch das Budget eingeschränkt sind“, schreibt Google in der Hilfe.
  • Performance Max: Kommt eine Suchanfrage sowohl für AI Max als auch für eine Performance-Max-Kampagne infrage, wird laut FAQ die mit dem höheren Anzeigenrang ausgeliefert.

Ergebnisse bewerten: Suchbegriffsbericht und AI-Max-Werte

Die wichtigste Stelle für die Bewertung ist der Suchbegriffsbericht. Laut Hilfe zu AI-Max-Berichten gilt:

  • Suchbegriffe aus AI Max tragen in der Spalte „Keyword-Option“ den Wert „AI Max“. Zusätzlich lässt sich die Spalte „Quelle“ einblenden.
  • Filterst du nach „AI Max“, fallen sonstige, nicht einzeln ausgewiesene Suchbegriffe aus der Ansicht. Die Summen wirken dann niedriger. Das ist ein Filtereffekt, kein Leistungsverlust.
  • Die Ansicht „Suchbegriffe und Anzeigenkombinationen“, früher „Suchbegriffe und Landingpages aus AI Max“, zeigt Suchbegriff, ausgelieferten Anzeigentitel und Landingpage zusammen.
  • Aus dem Bericht heraus fügst du einen Suchbegriff als auszuschließendes Keyword oder eine Landingpage als auszuschließende URL hinzu.

Google empfiehlt, nach dem Aktivieren mindestens zwei Wochen zu warten, bevor du Änderungen vornimmst. Das deckt sich mit meiner Erfahrung: Die ersten Tage sagen wenig.

Wie ich die Zahlen danach lese, ist meine Praxis, keine Vorgabe von Google:

  • Qualität vor Menge: Mehr Conversions sind nur gut, wenn es die richtigen sind. Bei Lead-Kampagnen schaue ich, ob die Anfragen aus AI-Max-Suchbegriffen im Vertrieb genauso gut abschließen wie die aus Keywords. Das steht nicht im Konto, sondern im CRM oder im Gespräch mit dem Vertrieb.
  • Überschneidungen: Ich prüfe, ob AI Max Suchbegriffe abgreift, die vorher über genau passende Keywords oder Performance Max liefen. Dann ist das keine neue Nachfrage, sondern umverteilte.
  • Marke: Tauchen Markenbegriffe, eigene oder fremde, in den AI-Max-Suchbegriffen auf, gehören sie in die Markenlisten, wenn du sie dort nicht willst.
  • Landingpages: Sobald die URL-Erweiterung läuft, prüfe ich jede Zielseite, die Google gewählt hat. Eine Anfrage zu Leistung A, die auf der Seite zu Leistung B landet, kostet erfahrungsgemäß mehr, als sie bringt.

Meine Checkliste für die ersten 30 Tage

So arbeite ich umgestellte Kampagnen ab. Die Reihenfolge ist meine Praxis, keine Vorgabe von Google.

  1. Bestand aufnehmen. Welche Kampagnen wurden umgestellt, aus welcher Einstellung, und welche Bausteine sind jetzt aktiv? Das Ergebnis kommt in eine Tabelle, zusammen mit dem Tag, ab dem AI-Max-Suchbegriffe auftauchen.
  2. Tracking prüfen. AI Max optimiert auf Conversions. Doppelt gezählte oder falsch gewichtete Conversions schicken den Suchanfragen-Abgleich in die falsche Richtung.
  3. Gebotsstrategie und Budget ansehen. Läuft die Kampagne mit conversionbasiertem Smart Bidding? Ist sie budgetbeschränkt? Beides entscheidet laut Google mit, ob AI Max überhaupt wirksam arbeiten kann.
  4. URL-Erweiterung bewusst entscheiden. Nach der Umstellung ist sie aus. Wenn du sie einschaltest, dann mit URL-Ausschlüssen für alle Seiten, auf denen keine Anzeige landen soll.
  5. Generierte Texte lesen. Bei ehemaligen ACA-Kampagnen läuft die Textanpassung. Ich lese die erzeugten Anzeigentitel und Beschreibungen und sichere alles, was exakt stimmen muss, über die Textrichtlinien ab: Preise, Fristen, Qualifikationen, rechtliche Formulierungen.
  6. Markenlisten setzen. Eigene Marke und Wettbewerbermarken je nach Strategie ein- oder ausschließen.
  7. Priorisierung sichern. Bei ehemaligen Broad-Match-Kampagnen die wichtigsten Keywords als genau passende Kopien anlegen, wenn dir die alte Priorisierung wichtig war.
  8. Wöchentlich in den Suchbegriffsbericht. Nach „AI Max“ filtern, unpassende Begriffe ausschließen, unpassende Landingpages als URL ausschließen. In den ersten zwei Wochen nur das, keine größeren Umbauten.
  9. Nach etwa 30 Tagen bewerten. Kosten, Conversions und Anfragequalität der AI-Max-Suchbegriffe gegen den Rest der Kampagne legen. Dann entscheiden: behalten, einschränken oder abschalten. Bei wenig Volumen dauert das länger, dann lieber warten als raten.
  10. DSA vor Februar 2027 planen. Wer noch dynamische Suchanzeigen hat, entscheidet vorher, ob er freiwillig umstellt oder die automatische Umstellung abwartet.

Für einen sauberen Vergleich bietet Google AI-Max-Experimente an: ein Kontrollarm ohne, ein Testarm mit AI Max. Die Hilfe nennt aber Ausschlüsse, unter anderem Kampagnen mit bereits aktiver Textanpassung, mit Portfolio-Gebotsstrategie oder geteiltem Budget, mit Ausrichtung auf Display und Kampagnen, in denen schon ein Experiment läuft. Für ehemalige ACA-Kampagnen fällt das Experiment damit weg, weil dort die Textanpassung schon aktiv ist.

Wenn du dir bei der Bestandsaufnahme ein zweites Paar Augen wünschst: Das Google Ads Audit (ab 500 €) prüft genau solche Umstellungen, und in der laufenden Google-Ads-Betreuung (ab 1.000 € pro Monat) gehört der wöchentliche Blick in den Suchbegriffsbericht ohnehin dazu.

Meine Einordnung: kontrolliert testen statt blind übernehmen

Die Idee hinter AI Max ist nicht neu. Suchanfragen abzudecken, für die niemand ein Keyword angelegt hat, war schon die Aufgabe dynamischer Suchanzeigen, und Google beschreibt AI Max in der FAQ ausdrücklich als Weiterentwicklung davon. Neu ist, dass Google die Umstellung nicht mehr anbietet, sondern vollzieht.

Aus meiner Praxis ist der Nutzen sehr unterschiedlich. In Konten mit sauberem Tracking, klarer Seitenstruktur und genug Conversions kann der erweiterte Abgleich Nachfrage finden, die über Keywords fehlt. In Konten mit dünnen Daten, vielen ähnlichen Leistungsseiten oder Aussagen, die exakt stimmen müssen, erzeugt er erfahrungsgemäß eher Streuverluste und Texte, die du so nie geschrieben hättest.

Deshalb meine Haltung: Die Umstellung ist weder ein Grund zur Panik noch einer zum Jubeln. Sie ist ein Anlass, die betroffenen Kampagnen einmal gründlich anzusehen, die Kontrollen zu setzen und dann nach Daten zu entscheiden. Wie ich generell mit Googles Automatisierung umgehe, also was ich Google überlasse und was ich selbst steuere, habe ich im Beitrag zu KI und Automatisierung in Google Ads 2026 beschrieben.

Quellen

Stand: 29. September 2026

Häufige Fragen

Laut Google Ads Developer Blog hat Google vom 1. bis 30. September 2026 Suchkampagnen umgestellt, die automatisch erstellte Assets (ACA) oder die Einstellung für weitgehend passende Keywords auf Kampagnenebene nutzten. Eine der beiden Einstellungen reichte. Umgestellt wurden einzelne Kampagnen, nicht ganze Konten. Kampagnen ohne diese Einstellungen hat Google nicht angefasst, und seit dem 3. August 2026 lassen sich die alten Einstellungen nicht mehr neu anlegen.

Mijo Jurisic

Google Ads Consultant & Gründer von MJ Marketing. 5+ Jahre Praxis: vom autodidaktischen Start bis zur Beratung direkter Google-Ads-Kunden im Auftrag von Google. In der Laufbahn 500+ Google-Ads-Konten betreut und 22 Mio. € Mediabudget verantwortet.

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