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MJ Marketing

Google Ads Gutschein 2026: So funktioniert das Guthaben

Google Ads Gutschein für neue Konten: was Google aktuell anbietet, welche Bedingungen gelten, wie du den Code einlöst und Fake-Angebote erkennst.

Mijo Jurisic

Google Ads Consultant

16 Min. Lesezeit
Tuschezeichnung: Gutschein mit Perforation neben einem Laptop mit Abrechnungsübersicht, dazu ein Tischkalender mit eingekreistem Datum und eine Lupe über dem Kleingedruckten

Kurz gesagt

Google gibt neuen Werbetreibenden mit Rechnungsadresse in Deutschland ein Startguthaben, wenn sie innerhalb von 60 Tagen einen Mindestbetrag ausgeben. Stand 08.10.2026 wählst du dafür bei der Registrierung eines von mehreren Angeboten, deren Beträge Google individuell anzeigt, eine feste öffentliche Summe gibt es nicht. Das Guthaben kommt nach einer Prüfung von bis zu 35 Tagen, verfällt 60 Tage nach der Gutschrift und gilt nur für künftige Werbekosten. Auf Anfrage, über den Support oder gegen Gebühr gibt es keine echten Gutscheine.

Ja, für neue Werbetreibende in Deutschland gibt es bei Google Ads ein Startguthaben, aber nur gegen eigene Werbeausgaben. Stand 08.10.2026 wählst du beim Anlegen deines ersten Kontos, genauer bei der Eingabe der Zahlungsdaten, eines von mehreren Angeboten aus. Google nennt sie auf der offiziellen Angebotsseite Angebot A, B und C. Das Guthaben bekommst du erst, wenn du in den ersten 60 Tagen einen Mindestbetrag ausgegeben hast. Es gilt nur für Unternehmen mit Rechnungsadresse in Deutschland, die noch nie mit Google Ads geworben haben.

Eine feste Summe kann ich dir nicht seriös nennen. Google blendet die Beträge auf der Angebotsseite individuell ein („bis zu …“), und die Höhe hängt am gewählten Angebot und seiner Mindestausgabe. Die oft gesuchten 400 € stammen aus Gutscheinportalen und anderen Drittquellen, auf Googles eigenen Seiten habe ich die Zahl nicht gefunden. Ob für dich 400 €, mehr oder weniger gelten, siehst du nur in deinem Angebot. Hier steht deshalb nur, was sich belegen lässt.

Stand: 08.10.2026, geprüft auf Googles Angebotsseite, in den Angebotsbedingungen für Deutschland und in der Google-Ads-Hilfe
Gilt für: neue Werbetreibende mit Rechnungsadresse in Deutschland
Beträge: spielt Google individuell aus, deshalb nenne ich keine Zahl, die ich nicht belegen kann

Was Google neuen Werbetreibenden aktuell anbietet

Auf der Angebotsseite lautet die Ansage: „Neu bei Google Ads? Wählen Sie ein Angebot aus, um sich ein Werbeguthaben von bis zu …“ zu sichern. Darunter stehen drei Angebote mit dem Hinweis „Wählen Sie ein Angebot aus, das zu Ihrem Monatsbudget passt“. Für jedes gilt derselbe Satz: „Um das Guthaben zu erhalten, müssen Sie in den ersten 60 Tagen mindestens [Betrag] in Google Ads ausgeben.“ Laut den FAQ derselben Seite siehst du die Auswahl, sobald du dein neues Konto erstellst und deine Zahlungsinformationen eingibst.

Die Beträge sind im Quelltext der Seite nicht fest hinterlegt, Google setzt sie erst beim Laden ein. Ich gehe deshalb davon aus, dass sie je nach Nutzer oder Zeitpunkt unterschiedlich ausfallen können. In der Hilfe rechnet Google mit einem Beispiel von 500 € Mindestausgabe für 500 € Guthaben (Funktionsweise von Werbeangeboten bei verschiedenen Zahlungseinstellungen). Das ist ein Rechenbeispiel, keine Zusage für dein Konto.

Meine Empfehlung aus der Praxis: Wähle das Angebot nach dem Budget, das du für die ersten zwei Monate ohnehin eingeplant hast. Wer für das höchste Guthaben eine Mindestausgabe ansteuert, die über dem eigenen Plan liegt, gibt am Ende mehr aus, als er wollte, nur um das Guthaben freizuschalten.

Die Bedingungen im Überblick

PunktWas laut Google gilt
Wernur neue Google-Ads-Werbetreibende mit Rechnungsadresse in Deutschland
Wie oftein Werbeangebot pro Werbetreibendem, nur ein Startguthaben pro Kunde
ZahlungsdatenZahlungsprofil und gültige Zahlungsmethode schon bei der ersten Registrierung
ZeitfensterAngebot muss im ersten Konto innerhalb von 14 Tagen nach der ersten Anzeigenimpression angewendet sein
MindestausgabeKosten in Höhe des Angebotsbetrags innerhalb von 60 Tagen nach der Anwendung, ohne Steuern und Gebühren
Gutschriftnormalerweise innerhalb von 35 Tagen nach Erreichen der Mindestausgabe
Verfall60 Tage nach der Gutschrift
Verwendungnur für künftige Werbekosten, keine Erstattung von Resten
Weitergabenicht übertragbar, nicht verkäuflich, nicht eintauschbar
VerfügbarkeitKontingent laut Google begrenzt, Widerruf jederzeit möglich

Quellen: Angebotsbedingungen für Deutschland und allgemeine Nutzungsbedingungen für Startguthaben, beide Stand 08.10.2026.

Drei Sätze aus den Bedingungen werden gern überlesen. Erstens: „Es reicht nicht aus, eine Zahlung über diesen Betrag zu leisten.“ Es zählen nur tatsächlich angefallene Werbekosten. Zweitens steht das Guthaben nur zur Verfügung, wenn dein Konto bereits belastet wurde und eine einwandfreie Bonität hat. Drittens benachrichtigt Google dich nicht, wenn das Guthaben aufgebraucht ist. Danach laufen die Kosten ganz normal über deine Zahlungsmethode weiter.

Wer als neu gilt

Google zählt dich als neuen Werbetreibenden, wenn du ein Konto für ein Unternehmen anlegst, das noch nie mit Google Ads geworben hat, oder wenn ein bestehender Kunde in ein anderes Land mit neuer Rechnungsadresse expandiert (Verschiedene Arten von Werbeangeboten). Entscheidend ist das Unternehmen, nicht das Konto: Wer für dieselbe Firma schon mit einem anderen Konto geworben hat, ist nicht neu (Google-Ads-Werbeangebote). Ein zweites, eigenständiges Unternehmen desselben Inhabers kann dagegen berechtigt sein. Google nennt dafür als Beispiel eine Unternehmerin mit einem Restaurant und einer Beratungsfirma.

Wie Google das Guthaben vergibt

  • Bei der Registrierung: Die meisten Angebote für Neukunden werden beim Anlegen des Kontos eingelöst. Bei manchen Einstiegswegen wählst du den Wert schon vor der Registrierung.
  • Per Gutscheincode oder Mitteilung: Laut Hilfe verteilt Google Angebote über Marketingmitteilungen oder direkt auf der Seite Gutscheincodes an ausgewählte Werbetreibende. Bestehende Kunden bekommen so gelegentlich Angebote, etwa für eine neue Funktion wie Performance Max oder für eine Reaktivierung.
  • Über Google Partner: Agenturen im Partnerprogramm können berechtigten Neukunden ein Angebot anwenden, dazu unten mehr.

Was es nicht gibt, sind Gutscheine auf Zuruf. „Der Google-Support kann keine Werbeangebote auf Anfrage bereitstellen“, heißt es in der Hilfe. Die Richtlinie für Werbeangebote ergänzt, dass abgelaufene Angebote nicht reaktiviert und nicht rückwirkend angewendet werden. Ein Anruf beim Support ersetzt also kein verpasstes Angebot.

Als Neukunde: Angebot bei der Registrierung sichern

  1. Lege das Konto über die Angebotsseite an, mit der Rechnungsadresse deines Unternehmens in Deutschland.
  2. Entscheide vorher, wie du zahlen willst. Wer die monatliche Rechnungsstellung nutzen möchte, muss sie laut Hilfe einrichten, bevor das Angebot eingegeben wird, sonst verliert es seine Gültigkeit.
  3. Wähle bei der Eingabe der Zahlungsinformationen das Angebot, das zu deinem Budget passt, und hinterlege eine gültige Zahlungsmethode.
  4. Schließe die Registrierung ab. Das Angebot wird dann automatisch auf dein erstes Konto angewendet.
  5. Prüfe den Status über das Symbol Abrechnung und den Menüpunkt Gutscheincodes.

Ab jetzt läuft die Uhr. Die Bedingungen rechnen die 60 Tage ab dem Moment, in dem das Angebot angewendet wurde, die Angebotsseite spricht von den „ersten 60 Tagen“. Ich plane deshalb so, als liefe die Frist ab der Registrierung. Wer das Konto anlegt und danach drei Wochen an Kampagnen baut, hat für die Mindestausgabe nur noch gut fünf Wochen.

Mit Gutscheincode

Hast du einen Code bekommen, etwa über eine Mitteilung von Google, löst du ihn so ein (Hilfe: Werbeangebot einlösen):

  1. Klicke in deinem Google-Ads-Konto auf das Symbol Abrechnung.
  2. Wähle Gutscheincodes.
  3. Klicke auf das blaue Pluszeichen.
  4. Gib den Code ein und wähle Senden.

Bei einem neuen Konto gilt das Zeitfenster aus den allgemeinen Bedingungen: Die erste Anzeigenimpression darf nicht mehr als 14 Tage vor der Eingabe des Codes liegen. Löse den Code deshalb ein, bevor oder kurz nachdem deine erste Anzeige ausgeliefert wird. Außerdem erlischt ein Angebot laut diesen Bedingungen drei Monate nach Erhalt des Gutscheins oder zu dem darauf genannten Ablaufdatum.

Zwei Sonderfälle:

  • Smart-Modus: In smarten Kampagnen wird der Code beim Festlegen der Abrechnung eingelöst (Hilfe: Gutscheincode eingeben).
  • Verwaltungskonto: Auf Ebene eines Verwaltungskontos kannst du keinen Code eingeben. Du öffnest die Seite Gutscheincodes des Kontos, das das Guthaben bekommen soll, und löst ihn dort ein. Nur Verwaltungskonten im Google-Partners-Programm können Gutscheine auf Verwaltungsebene anwenden.

Bestehende Konten finden Angebote ohne Code ebenfalls unter Gutscheincodes und wenden sie dort per Schaltfläche an.

Was die Statusanzeigen bedeuten

Auf der Seite Gutscheincodes, die laut Google alle paar Stunden aktualisiert wird, steht jedes Angebot mit Betrag und Status (Hilfe: Status prüfen):

StatusBedeutung
Eingelöst: wird verrechnetAngebot eingelöst, die Mindestausgabe ist noch nicht erreicht
In BearbeitungMindestausgabe erreicht, Google prüft die Berechtigung (bis zu 35 Tage)
AktivGuthaben gewährt
AbgelaufenFrist vorbei, bevor die Mindestausgabe erreicht war
UngültigVoraussetzungen nicht erfüllt oder Angebot ungültig gemacht

Taucht das Guthaben 35 Tage nach Erreichen der Mindestausgabe nicht auf, empfiehlt Google, den Support zu kontaktieren. Bis dahin ist Warten Teil des normalen Ablaufs.

Wann und wo das Guthaben auf der Rechnung erscheint

Sobald das Guthaben aktiv ist, findest du es an diesen Stellen im Konto:

  • Gutscheincodes: Die Spalte „Bereits verbrauchtes Guthaben“ zeigt, wie viel schon verrechnet ist.
  • Abrechnungsübersicht: Auf der Karte des aktuellen Monats steht das verbrauchte Guthaben im Bereich „Aktive Werbeaktionen“ als eigene Zeile.
  • Transaktionen: Eine Zeile „Startguthaben“ zeigt, ab wann es mit den Kosten verrechnet wurde, den Namen oder Typ und den Anteil, der im Abrechnungszeitraum verbraucht wurde (Hilfe: Transaktionen ansehen).
  • Zusammenfassung: Gutscheincodes erscheinen dort als Gutschrift vom Typ „Kulanz“, die nur für künftige Werbeausgaben gilt und nicht erstattet wird (Hilfe: Gutschriften und Korrekturen).

Die Reihenfolge ist klar geregelt: Ein aktives Startguthaben wird vollständig aufgebraucht, bevor Google vorhandenes Kontoguthaben nutzt oder deine Zahlungsmethode belastet. Reste wandern in den nächsten Abrechnungszeitraum, bis das Guthaben verfällt. Deine Anzeigen laufen nach dem Verbrauch weiter. Wer ein Kontobudget nutzt, bekommt das Guthaben obendrauf: Bei 1.000 € Budget und 500 € Guthaben laufen die Anzeigen laut Google bis 1.500 € Ausgaben, berechnet werden 1.000 €. Löst du das Konto später auf, erstattet Google zwar dein Restguthaben, aber keine Beträge aus Werbeangeboten, wie ich im Beitrag Google Ads Konto pausieren, kündigen oder löschen erkläre.

Steuern und Gebühren trägst du selbst, und sie zählen nicht zur Mindestausgabe. Wie eine Google-Ads-Rechnung aufgebaut ist, erkläre ich im Beitrag zu Rechnung und Umsatzsteuer bei Google Ads. Wie du gutgeschriebenes Guthaben buchst, klärst du mit deiner Steuerberatung. Das hier ist keine Steuerberatung.

Warum das Guthaben nicht ankommt: die häufigsten Gründe

Erfahrungsgemäß scheitert es an einer dieser Stellen.

Das Unternehmen ist nicht neu

Hat dein Unternehmen schon einmal mit Google Ads geworben, gibt es kein Neukunden-Guthaben, auch nicht mit einem frisch angelegten Konto. Google prüft das erst, nachdem die Mindestausgabe erreicht ist, und nimmt sich dafür bis zu 35 Tage. Wer schon einmal geworben hat, gibt also unter Umständen das volle Mindestbudget aus und bekommt am Ende kein Guthaben.

Der Code kam zu spät oder ist abgelaufen

Für neue Konten ist die Grenze 14 Tage nach der ersten Anzeigenimpression. Wer erst einen Monat Anzeigen schaltet und dann den Code findet, ist raus. Abgelaufene Angebote reaktiviert Google nicht.

Die Mindestausgabe wurde nicht erreicht

Es zählen angefallene Werbekosten nach dem Einlösen, ohne Steuern. Eine Einzahlung über den Betrag reicht nicht. Bei Vorauszahlung rät Google, die erste Zahlung etwas höher anzusetzen als den Mindestbetrag: Liegt dein Klickpreis bei 0,30 € und es sind nur noch 0,20 € übrig, wird dieser Rest womöglich nie ausgegeben, und die Zielmarke bleibt knapp verfehlt.

Rechne außerdem nach, ob dein Tagesbudget reicht. Ein reines Rechenbeispiel, kein Angebot: Bei 600 € Mindestausgabe in 60 Tagen brauchst du im Schnitt 10 € am Tag. Google darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, im Monat aber höchstens das 30,4-Fache (Hilfe: Durchschnittliche Tagesbudgets). Neue Kampagnen schöpfen ihr Budget erfahrungsgemäß nicht immer aus, etwa bei wenig Suchvolumen oder sehr engen Keywords. Plane einen Puffer ein und schau nach zwei bis drei Wochen auf den Fortschritt unter Gutscheincodes. Den passenden Rahmen findest du mit dem Budget-Rechner.

Mehrere Konten oder mehrere Angebote

Es gibt ein Startguthaben pro Kunde. Wer für dieselbe Website mehrere Konten anlegt und auf jedes einen Gutschein setzt, verstößt laut Google gegen die Regeln (Gesperrte Werbeangebote). Die Folgen gehen über den Gutschein hinaus: Die Richtlinie für Werbeangebote nennt die Sperrung des Kontos und verbundener Konten. Was dann zu tun ist, steht in meinem Beitrag zum gesperrten Google-Ads-Konto.

Zahlungsprofil oder Abrechnung passen nicht

Ohne Zahlungsprofil und gültige Zahlungsmethode bei der Registrierung wird das Angebot nicht angewendet. Bei monatlicher Rechnungsstellung muss diese aktiv sein, bevor du das Angebot anwendest, und eine spätere Änderung der Abrechnungseinrichtung macht es ungültig. Wer die Abrechnung überträgt, etwa bei einem Inhaberwechsel, verliert aktives Startguthaben ersatzlos.

Das Konto läuft über ein Verwaltungskonto

Ein Code, der im Verwaltungskonto statt im Kundenkonto landen soll, lässt sich dort gar nicht erst eingeben, außer das Verwaltungskonto gehört zum Google-Partners-Programm. Und bei Angeboten über einen Partner dürfen auf dem Konto keine anderen Angebote angerechnet sein.

Das Konto ist nicht einwandfrei

Nicht bezahlte Rechnungen, Verstöße gegen die Bedingungen oder ein fälschlich angewendetes Angebot berechtigen Google, das Angebot zu widerrufen und bereits gewährtes Guthaben zu stornieren.

Gutscheine über Google Partner

Agenturen im Google-Partners-Programm können berechtigten Neukunden ein eigenes Werbeangebot anwenden (Hilfe: Google-Partners-Werbeangebote). Die Mechanik ist dieselbe: Mindestausgabe innerhalb von 60 Tagen nach dem Einlösen, dann Guthaben. Der Partner wählt aus sieben festen Stufen, die Google in US-Dollar angibt oder im Gegenwert der Landeswährung. Sie reichen von 500 $ Ausgabe für 500 $ Guthaben bis zu 12.000 $ Ausgabe für 6.000 $ Guthaben.

Für dich als Kunde sind diese Punkte wichtig:

  • Das Angebot muss innerhalb von 20 Tagen nach Erstellung deines Kontos angewendet werden.
  • Auf dem Konto dürfen keine anderen Angebote angerechnet sein. Partner-Angebot und Registrierungsangebot lassen sich also nicht kombinieren.
  • Jeder Partner hat ein monatliches Limit, das Google aus den Ausgaben des Partners der letzten 90 Tage berechnet. Einen Anspruch hast du nicht.
  • Die Neukunden-Prüfung ist dieselbe: Bist du nicht neu, gibt es kein Guthaben, auch wenn der Partner das Angebot angewendet hat.

Ob eine Agentur Google Partner ist, prüfst du im Google-Partners-Verzeichnis. Ein einmaliges Guthaben ist allerdings kein guter Grund, eine Agentur auszuwählen. Entscheidend ist, wie das Konto danach geführt wird.

Vorsicht vor Fake-Gutscheinen und Betrugsmaschen

Gutscheine gegen Geld oder Gebühr

Echte Startguthaben sind laut Googles Bedingungen nicht übertragbar und nicht verkäuflich. Die Richtlinie für Werbeangebote führt „Google Ads-Startguthaben verkaufen“ ausdrücklich als unzulässig. Wer dir einen Code auf einem Marktplatz anbietet oder für die Freischaltung eine Gebühr verlangt, verkauft dir also etwas, das es so nicht geben darf. Im besten Fall ist der Code wertlos, im schlechtesten verstößt dein Konto damit gegen die Richtlinie.

Der angebliche Google-Mitarbeiter am Telefon

Eine Masche beschreibt Google selbst (Betrügerisches Handeln im Namen von Google Ads): Jemand ruft an oder schreibt, gibt sich als Mitarbeiter von Google Ads aus und kündigt eine geänderte Abrechnung an. Danach kommt eine E-Mail mit neuer Bankverbindung, gern mit Google-Ads-Logo. Prüfe Rechnungen in so einem Fall nur direkt im Konto unter Transaktionen, dort steht auch die echte Bankverbindung von Google.

Google schreibt selbst, dass es keine automatisierten Anrufe tätigt (Telemarketing-Anrufe im Namen von Google) und nie in unaufgeforderten E-Mails nach deinem Passwort oder anderen vertraulichen Daten fragt (Konto schützen). Bekommst du einen Anruf, bitte um eine E-Mail: Echte Nachrichten von Google tragen in Absender und Rücksendepfad die Domain @google.com oder @ads.google.com. Meldet sich eine Agentur, prüfe ihren Partnerstatus. Verdächtige Anrufe, E-Mails und Webseiten kannst du über die Formulare in derselben Hilfeseite melden. Und eine Regel aus Googles eigener Betrugshilfe passt auf jedes Gutschein-Angebot: Keine seriöse Stelle verlangt, dass du augenblicklich zahlst.

So prüfst du ein Angebot

  • Das Angebot steht auf einer Google-Seite oder in deinem Konto unter Abrechnung > Gutscheincodes.
  • Die Bedingungen liegen auf google.com und nennen Rechnungsland, Mindestausgabe und Fristen.
  • Niemand verlangt Geld, ein Passwort oder einen Bestätigungscode für die Freischaltung.
  • Wer am Telefon drängt, bekommt nichts, bevor du selbst im Konto nachgesehen hast.
  • Eine Agentur, die mit Partner-Guthaben wirbt, steht im Partners-Verzeichnis.

Wie du dein Konto grundsätzlich gegen fremde Zugriffe schützt, steht im Beitrag Google-Ads-Konto absichern.

Guthaben ist kein Grund, unvorbereitet zu starten

Das Startguthaben hat eine eingebaute Bedingung: Du musst erst selbst ausgeben. In den ersten 60 Tagen fließt also echtes Geld, und genau in dieser Phase lernen Kampagne und Gebotsstrategie. Ohne Conversion-Tracking weißt du danach nur, dass Geld weg ist, nicht, was es gebracht hat. Aus meiner Praxis gilt: Was vor der ersten Impression nicht steht, holst du in den 60 Tagen kaum noch sauber nach.

Bevor du das Angebot auswählst:

  • Conversion-Tracking ist eingerichtet und getestet, inklusive Einwilligung.
  • Das Budget für zwei Monate steht und deckt die Mindestausgabe mit Puffer.
  • Kampagnenstruktur, Keywords und negative Keywords sind geplant, Anleitung im Beitrag Google-Ads-Kampagne erstellen.
  • Die Zielseite passt zu Anzeige und Suchanfrage und lädt auf dem Handy schnell.
  • Zahlungsart und Abrechnung sind final, damit du sie nach dem Einlösen nicht mehr ändern musst.
  • Du weißt, wer im Konto welche Rechte hat und wer die Rechnungen bekommt.

Wenn du ganz am Anfang stehst, lies vorher den Einsteiger-Guide zu den Google-Ads-Grundlagen. Ein Guthaben macht aus einer schwachen Kampagne keine gute, und ein Ergebnis verspreche ich dir auch hier nicht. Es senkt nur die Kosten der Lernphase, wenn der Rest stimmt.

Fazit

Der Google Ads Gutschein für Neukunden ist echt, aber er ist ein Rabatt auf eigene Ausgaben und kein Geschenk. Stand Oktober 2026 wählst du bei der Registrierung aus mehreren Angeboten mit individuell angezeigten Beträgen, erreichst innerhalb von 60 Tagen die Mindestausgabe und bekommst das Guthaben nach bis zu 35 Tagen Prüfung. Wer die Fristen kennt und bei einem Konto bleibt, hat die meisten Stolperfallen schon umgangen. Gekaufte Codes und drängelnde Anrufer lässt du links liegen.

Wenn du das Startguthaben nutzen und die ersten 60 Tage sauber aufsetzen willst, richte ich beim Google Ads Setup ab 1.500 € Tracking, Kampagnenstruktur und Abrechnung mit dir ein. Das Guthaben selbst kommt von Google und hängt allein an Googles Bedingungen.

Häufige Fragen

Google nennt keine feste Summe. Stand 08.10.2026 wählst du bei der Registrierung aus mehreren Angeboten, deren Beträge Google auf der Angebotsseite individuell einblendet. Die Höhe hängt am gewählten Angebot und der dazugehörigen Mindestausgabe in den ersten 60 Tagen. Die oft genannten 400 € stehen in Drittquellen, nicht auf Googles Seiten. Was für dich gilt, siehst du nur in deinem Angebot.

Mijo Jurisic

Google Ads Consultant & Gründer von MJ Marketing. 5+ Jahre Praxis: vom autodidaktischen Start bis zur Beratung direkter Google-Ads-Kunden im Auftrag von Google. In der Laufbahn 500+ Google-Ads-Konten betreut und 22 Mio. € Mediabudget verantwortet.

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