Auf deiner Google Ads Rechnung steht keine deutsche Umsatzsteuer, weil Google Ireland Limited sie aus Irland stellt und du als Unternehmer die Steuer selbst schuldest. Das Verfahren heißt Reverse Charge, im Gesetz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ (§ 13b UStG). Du meldest die Umsatzsteuer auf die Klickkosten in deiner Voranmeldung an und ziehst sie, wenn du zum Vorsteuerabzug berechtigt bist, im selben Formular als Vorsteuer wieder ab. Für die meisten Unternehmen geht das auf null auf. Teuer wird es für Kleinunternehmer, und anders läuft es bei Konten, die nicht geschäftlich angelegt wurden.
Unten findest du die Belege im Konto, die richtigen Angaben im Zahlungsprofil, die Felder der Voranmeldung und typische Fehler aus Konten, die ich übernommen habe.
Stand: 08.10.2026. Grundlage sind die Google-Ads-Hilfe zu Steuern in deinem Land und zu Rechnungen und Kontoauszügen, das Umsatzsteuergesetz und der Vordruck der Umsatzsteuer-Voranmeldung 2026. Oberflächen und Formulare ändern sich, im Zweifel gilt die verlinkte Quelle.
Wer dir die Google Ads Rechnung stellt
Dein Vertragspartner für Google Ads ist keine deutsche Gesellschaft, sondern Google Ireland Limited. In der Google-Ads-Hilfe zu Steuern steht Deutschland in der Ländergruppe „Google Ireland Limited“, zusammen mit Österreich, Polen und weiteren EU-Staaten. Laut den Nutzungsbedingungen von Google sitzt die Gesellschaft in Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, ihre Umsatzsteuer-ID lautet IE6388047V. Für deine Buchhaltung zählt trotzdem, was auf deiner eigenen Rechnung steht.
Warum die Rechnung netto bleibt, sagt Google selbst: „Ihrem Konto wird nur dann die Umsatzsteuer berechnet, wenn Sie bei der Anmeldung ‚Berechtigtes nicht geschäftliches Konto‘ als Verwendungszweck ausgewählt haben.“ Für Geschäftskonten mit Adresse in der EU außerhalb Irlands veranlagst du die Steuer zum Satz deines Mitgliedstaats selbst. Google verweist dafür auf Artikel 44 der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie 2006/112/EG.
Laut Google sind die Rechnungen aus dem Konto rechtsgültig und brauchen weder Stempel noch Unterschrift. In ihrem Länderabschnitt für Polen beschreibt die Hilfe auch den Inhalt: deine Zahlungen, die USt-IdNr. von Google und deine eigene, sofern du sie im Zahlungsprofil hinterlegt hast. Für Deutschland steht das nicht ausdrücklich da, prüf es also auf deinem PDF.
Rechnung, Kontoauszug, Zahlungsbeleg: was ist was
Im Konto liegen drei Arten von Dokumenten. Nur eine davon ist die Rechnung, die dein Steuerbüro für die Umsatzsteuer braucht.
| Dokument | Was es ist | Ab wann verfügbar |
|---|---|---|
| Rechnung | Steuerlicher Beleg für den Monat | ab dem fünften Werktag des Folgemonats |
| Kontoauszug | Zusammenfassung der Abrechnungsaktivitäten, laut Google ausdrücklich „keine Rechnungen“ | ebenfalls ab dem fünften Werktag |
| Zahlungsbeleg | Quittung für eine einzelne Abbuchung | sofort nach der Zahlung |
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Wie viele Rechnungen du bekommst, hängt von der Zahlungseinstellung ab (Google-Hilfe zu Zahlungseinstellungen):
- Automatische Zahlungen: Google bucht nach der Auslieferung ab, am Monatsersten oder sobald der Abrechnungsgrenzbetrag erreicht ist. Du bekommst eine Rechnung am Monatsende, auch wenn im Monat mehrere Abbuchungen liefen.
- Manuelle Zahlungen: Du zahlst vorab, laut Steuerhilfe gibt es dann zwei Rechnungen (bei der Vorauszahlung und am Monatsende). In der aktuellen Länderliste führt Google Deutschland allerdings unter den Ländern, in denen die Vorauszahlung nicht verfügbar ist.
- Monatliche Rechnungsstellung: Für Unternehmen, denen Google einen Kreditrahmen einräumt. Du bekommst eine Monatsrechnung und zahlst per Überweisung. Nur bei dieser Einstellung verschickt Google die Rechnung per E-Mail, in allen anderen Fällen holst du sie dir selbst aus dem Konto.
Zwei Details, die beim Abgleich Zeit sparen: Eine Rechnung pro Kampagne gibt es nicht. Und der Zeitraum in der Zusammenfassung kann laut Google um ein bis zwei Tage von der Rechnung abweichen, weil Google und Banken unterschiedlich buchen.
So findest du die Rechnungen im Konto
- Klick in Google Ads auf das Symbol Abrechnung.
- Öffne Dokumente und wähle in der oberen Leiste Steuer- und gesetzlich vorgeschriebene Dokumente.
- Setz die Häkchen bei den Rechnungen, die du brauchst. Das Kästchen oben links markiert alle.
- Klick auf Auswahl herunterladen und wähle das Format.
Startet kein Download, prüf den Pop-up-Blocker, laut Google dürfen Pop-ups nicht gesperrt sein. Ältere Monate lädst du auf demselben Weg herunter. Die Rechnung für den laufenden Monat erscheint frühestens nach Monatsende, für September also ab dem 5. Werktag im Oktober. An Wochenenden und Feiertagen erstellt Google keine Rechnungen, dann dauert es entsprechend länger.
Brauchst du vorher etwas für deine Unterlagen, gibt es zwei Wege. Unter Abrechnung > Zusammenfassung öffnest du die Karte des Vormonats und klickst im Abschnitt Zahlungen auf „Zahlung“, das ergibt den Zahlungsbeleg. Unter Abrechnung > Abrechnungsaktivitäten lädst du die Aktivitäten des letzten Monats herunter und kannst den Download für kommende Monate planen. Bist du auf die monatliche Rechnungsstellung umgestiegen, liegen die Rechnungen aus der Zeit davor laut Google unter „Abrechnungsübertragungen“.
Mein Tipp: Gib deiner Buchhaltung einen eigenen Nutzerzugang statt deines Logins. Google Ads hat dafür die Zugriffsebene „Abrechnung“, die Zahlungsinformationen sehen und Abrechnungsberichte erstellen darf, aber keine Kampagnen (Google-Hilfe zu Zugriffsebenen). Wie du Zugänge insgesamt sauber aufstellst, steht in Google-Ads-Konto absichern.
Rechnungsadresse und USt-IdNr. im Zahlungsprofil
Was auf der Rechnung steht, kommt aus deinem Zahlungsprofil. Laut Google-Hilfe zum Zahlungsprofil ist dort der Rechnungszahler hinterlegt, also Name und Adresse der Person oder des Unternehmens, die rechtlich für das Profil verantwortlich ist. Das Profil gilt für alle Google-Produkte, die darüber bezahlt werden.
Kontotyp und Verwendungszweck: einmal entschieden
Bei der Einrichtung fragt Google Kontotyp, Verwendungszweck und Steuerstatus ab. Laut Google sind diese Einstellungen „endgültig und können nach Abschluss der Abrechnungsregistrierung nicht mehr geändert werden“. Sie können außerdem für die Werbetreibenden-Bestätigung herangezogen werden.
- Kontotyp Organisation: für Unternehmen, Personengesellschaften und Organisationen, ausdrücklich auch für Einzelunternehmer, die sich mit einem Firmennamen registrieren.
- Kontotyp Privatperson: für Registrierungen unter dem eigenen Namen. Laut Google kannst du dann weder Nutzer hinzufügen oder entfernen noch Berechtigungen für dein Zahlungsprofil ändern.
- Verwendungszweck Unternehmen: für alles, womit du Umsatz, Verkäufe oder Anmeldungen steigern willst. Das ist der Normalfall, auch für Freiberufler.
- Verwendungszweck Berechtigtes nicht geschäftliches Konto: nur für politische, gemeinnützige oder Nonprofit-Aktivitäten. Nur bei dieser Wahl berechnet Google Umsatzsteuer.
USt-IdNr. eintragen oder ändern
Google schreibt knapp: „Wir benötigen Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.“ So trägst du sie ein oder korrigierst sie:
- Abrechnung öffnen, dann Einstellungen.
- Im Abschnitt „Details zum Zahlungspflichtigen“ bei den Steuerinformationen für dein Land auf das Stiftsymbol klicken, dann auf Steuerinformationen verwalten.
- Steuerinformationen hinzufügen, USt-IdNr. eingeben, Senden.
Den häufigsten Fehler nennt Google gleich mit: Statt der USt-IdNr. landet die Steuernummer vom Finanzamt im Feld. Die USt-IdNr. beginnt mit dem Länderkürzel, bei dir also DE. Ob sie gültig ist, prüfst du im MwSt-Informationsaustauschsystem VIES der EU-Kommission. Hast du noch keine, beantragst du sie beim Bundeszentralamt für Steuern, das sie Unternehmern auf Antrag erteilt (§ 27a Abs. 1 UStG). Kleinunternehmer sind in diesem Sinn ebenfalls Unternehmer.
Reverse Charge bei Google Ads erklärt
Warum du die Steuer schuldest
Werbeleistungen an einen Unternehmer für sein Unternehmen werden dort ausgeführt, von wo aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt (§ 3a Abs. 2 UStG). Für dich ist das Deutschland, obwohl Google in Irland sitzt. Für solche Leistungen eines Unternehmers aus dem übrigen EU-Gebiet schuldet der Leistungsempfänger die Steuer, wenn er Unternehmer oder juristische Person ist (§ 13b Abs. 1 und 5 UStG). Es gilt der deutsche Regelsatz von 19 Prozent (§ 12 Abs. 1 UStG).
Wann die Steuer entsteht
Hier liegt die eigentliche Falle. Die Steuer entsteht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wurde, nicht mit dem Rechnungsdatum. Die Klickkosten vom September gehören also in die Voranmeldung für September, obwohl die Rechnung erst im Oktober im Konto liegt. Gibst du monatlich ab, ist die Voranmeldung bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Zeitraums fällig (§ 18 Abs. 1 UStG), die Rechnung kommt ab dem fünften Werktag. Das Fenster ist knapp, klär mit deinem Steuerbüro einmal grundsätzlich, wie ihr damit umgeht.
Was in die Umsatzsteuer-Voranmeldung gehört
Im Vordruck 2026 stehen Leistungen wie die von Google im Abschnitt „Leistungsempfänger als Steuerschuldner (§ 13b UStG)“:
| Zeile | Inhalt | Kennzahl |
|---|---|---|
| 30 | Sonstige Leistungen nach § 3a Abs. 2 UStG eines im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmers: Bemessungsgrundlage | 46 |
| 30 | dieselbe Zeile: Steuer | 47 |
| 41 | Vorsteuerbeträge aus Leistungen im Sinne des § 13b UStG | 67 |
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Ein Rechenbeispiel, konstruiert und ohne echte Kontodaten: Im September fallen 1.000 Euro netto Klickkosten an. In Kennzahl 46 stehen 1.000 (die Bemessungsgrundlage in vollen Euro), in Kennzahl 47 stehen 190,00 Euro Steuer, in Kennzahl 67 dieselben 190,00 Euro als Vorsteuer. Unterm Strich zahlst du für Google Ads keine Umsatzsteuer. Welches Konto und welcher Steuerschlüssel das in deinem Buchhaltungsprogramm sind, hängt vom Kontenrahmen ab und legt dein Steuerbüro fest.
Vorsteuerabzug: wann er greift
Abziehen darfst du die Steuer nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG, wenn die Leistung für dein Unternehmen ausgeführt wurde. Ausgeschlossen ist der Abzug, soweit du die Werbung für steuerfreie Umsätze nutzt (§ 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG). Das betrifft Kleinunternehmer, aber auch Betriebe, deren Umsätze ganz oder teilweise steuerfrei sind. Dann wird die Umsatzsteuer auf Google Ads ganz oder anteilig zu echten Kosten.
Kleinunternehmer: Reverse Charge gilt trotzdem
Seit 1. Januar 2025 sind die Umsätze von Kleinunternehmern steuerfrei, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet (§ 19 Abs. 1 UStG). Das betrifft nur deine eigenen Umsätze. Für Google Ads gilt:
- Du schuldest die Steuer trotzdem. Laut BMF-Schreiben vom 18.03.2025 hat § 19 keine Auswirkung auf die Steuer, die ein Kleinunternehmer nach § 13b Abs. 5 schuldet.
- Du musst sie anmelden. § 19 Abs. 1 lässt § 18 Abs. 4a UStG ausdrücklich unberührt. Wer nur Steuer nach § 13b Abs. 5 schuldet, gibt Voranmeldungen für die Zeiträume ab, in denen solche Steuer anfällt, und eine Jahreserklärung. Die Ausfüllhinweise zum Vordruck 2026 verweisen Kleinunternehmer dafür auf die Zeilen 30 bis 32.
- Du darfst sie nicht abziehen. Nach dem BMF-Schreiben sind Kleinunternehmer nicht zum Vorsteuerabzug aus Eingangsleistungen für ihre steuerfreien Umsätze berechtigt.
Im konstruierten Beispiel kosten dich 1.000 Euro Klicks damit 1.190 Euro. Plan das von Anfang an ins Budget ein. Wie du Budgets realistisch ansetzt, zeige ich in Was kostet Google Ads wirklich?.
Ohne USt-IdNr. oder als nicht geschäftliches Konto
Hast du bei der Einrichtung „Berechtigtes nicht geschäftliches Konto“ gewählt, berechnet Google Umsatzsteuer und weist sie auf der Rechnung aus. Welchen Satz Google dann ansetzt, nennt die Hilfe nicht, das siehst du auf der Rechnung selbst.
Hast du ein Geschäftskonto, aber keine USt-IdNr. hinterlegt, bleibt die Rechnung trotzdem netto, denn Umsatzsteuer berechnet Google nur beim nicht geschäftlichen Verwendungszweck. Deine Pflicht nach § 13b hängt ohnehin nicht an der Nummer, sondern daran, dass du Unternehmer bist. Trag sie trotzdem nach, damit sie auf künftigen Rechnungen steht. Bei Vereinen und gemeinnützigen Organisationen ist schon die Frage, ob sie steuerlich Unternehmer sind, oft nicht trivial.
Häufige Probleme und wie du sie löst
Falscher Name oder falsche Adresse auf der Rechnung
Ausgestellte Rechnungen ändert Google grundsätzlich nicht. Seit Januar 2022 lassen sich aber einige Rechnungen neu ausgeben, wenn du nur „kosmetische“ Angaben wie Name oder Adresse korrigierst. Erst das Zahlungsprofil berichtigen, dann unter Abrechnung > Dokumente > Steuer- und gesetzlich vorgeschriebene Dokumente die Rechnung anklicken und rechts unter „Aktionen“ Rechnung mit aktualisierten Informationen erneut erstellen wählen. Laut Google dauert das etwa 24 Stunden, die Rechnungsnummer bleibt gleich.
USt-IdNr. fehlte oder war falsch
Das lässt sich nicht reparieren: Die USt-IdNr. kann laut Google nicht rückwirkend geändert werden. Korrigier sie sofort im Zahlungsprofil, damit ab der nächsten Rechnung alles stimmt, und gib die betroffenen Rechnungen mit einem kurzen Hinweis an dein Steuerbüro.
Die Agentur zahlt, nicht du
Wer die Rechnung von Google bekommt, entscheidet das Zahlungsprofil, nicht der Zugriff aufs Konto:
| Konstellation | Rechnung von Google an | Wer Reverse Charge anmeldet |
|---|---|---|
| Konto läuft über dein Zahlungsprofil, die Agentur hat nur Zugriff | dich | du |
| Agentur bezahlt Google über ihr eigenes Zahlungsprofil | die Agentur | die Agentur, du bekommst eine Rechnung der Agentur |
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Ob die Agentur die Klickkosten mit deutscher Umsatzsteuer weiterberechnet, hängt davon ab, wie sie einkauft. Als durchlaufende Posten zählen nur Beträge, die sie im Namen und für Rechnung des Kunden vereinnahmt und verausgabt (§ 10 Abs. 1 Satz 4 UStG). Das klärst du mit Agentur und Steuerbüro, nicht mit Google.
Aus meiner Praxis: Am saubersten ist es, wenn Konto und Zahlungsprofil dem Werbetreibenden gehören. Dann laufen Rechnung und Steuer direkt bei dir, und ein Agenturwechsel reißt die Abrechnung nicht ab. Wie die Übergabe dann abläuft, steht in Google Ads Agentur kündigen und wechseln. Was die Agentur zusätzlich zum Werbebudget kostet, erkläre ich in Was kostet eine Google Ads Agentur?.
Gutschriften und Startguthaben
Korrekturen sind laut Google-Hilfe zu Gutschriften meist Gutschriften, etwa für ungültige Klicks oder Mehrauslieferung. Den Überblick gibt Abrechnung > Zusammenfassung. Verbrauchst du eine Gutschrift im selben Abrechnungszeitraum, kann die Rechnung vom Transaktionsverlauf abweichen. Startguthaben aus Werbeangeboten erscheint laut Google-Hilfe zu Werbeangeboten innerhalb von etwa 35 Tagen in der Abrechnungsübersicht unter „Aktive Werbeaktionen“. Wie das Guthaben funktioniert, steht im Beitrag zum Google Ads Gutschein. Wie Gutschriften in der Umsatzsteuer zu behandeln sind, gehört auf die Liste für dein Steuerbüro.
Rechnung in Fremdwährung
Die Kontowährung legst du bei der Einrichtung dauerhaft fest, ändern lässt sie sich laut Google-Hilfe zur Währung nur über ein neues Konto. Läuft dein Konto in einer anderen Währung als Euro, rechnest du für die Umsatzsteuer in Euro um, und zwar nach den Durchschnittskursen, die das Bundesfinanzministerium für den Monat der Leistung bekannt gibt. Das Finanzamt kann den Tageskurs gestatten (§ 16 Abs. 6 UStG).
E-Rechnung
Die Pflicht zur E-Rechnung im deutschen B2B-Verkehr knüpft daran, dass leistender Unternehmer und Empfänger im Inland ansässig sind (§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG). Google Ireland sitzt in Irland, nach meinem Verständnis bleibt das PDF aus dem Konto damit der normale Beleg. Ob dein Buchhaltungsprozess etwas anderes verlangt, klärt dein Steuerbüro.
Checkliste für die Buchhaltung
- Rechnungssteller ist Google Ireland Limited, deine USt-IdNr. steht auf der Rechnung.
- Name und Adresse im Zahlungsprofil stimmen mit deinem Unternehmen überein.
- Die Rechnung jedes Monats liegt ab dem fünften Werktag als PDF vor.
- Die Klickkosten stehen im Monat der Leistung in Kennzahl 46 und 47, die Vorsteuer in Kennzahl 67.
- Als Kleinunternehmer gibst du für Monate mit Google-Ads-Kosten eine Voranmeldung ab.
- Die Buchhaltung hat einen eigenen Zugang mit Zugriffsebene „Abrechnung“.
Keine Steuerberatung: Dieser Artikel erklärt die Rechtslage und Googles Abrechnung allgemein. Für deinen konkreten Fall, die Buchung im Kontenrahmen und Sonderfälle wie steuerfreie Umsätze oder Vereine ist deine Steuerberaterin oder dein Steuerberater zuständig.
Fazit
Die fehlende Umsatzsteuer auf der Google Ads Rechnung ist kein Fehler, sondern Reverse Charge: Google Ireland stellt netto, du meldest die Steuer im Monat der Klicks an und ziehst sie in der Regel sofort wieder ab. Sauber wird das, wenn Zahlungsprofil, Kontotyp und USt-IdNr. von Anfang an stimmen, denn genau diese Angaben lassen sich später kaum oder gar nicht korrigieren. Kleinunternehmer sollten die 19 Prozent fest einplanen. Wirbst du aus dem Ausland in Deutschland, hilft dir außerdem der Leitfaden zum Markteintritt mit Google Ads.
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