Montagmorgen, der Blick ins Konto, und die Conversions der letzten Woche sind nur noch halb so hoch. Der erste Reflex ist fast immer derselbe: Gebote hoch, Budget hoch, irgendetwas ändern. Genau das würde ich zuerst lassen. Ein Einbruch hat erfahrungsgemäß eine von zwei Ursachen: Entweder misst das Konto nicht mehr richtig, oder die Leistung ist wirklich weg. Die Maßnahmen dafür sind völlig verschieden, und wer ein Messproblem mit Gebotsänderungen behandelt, macht es schlimmer.
In diesem Artikel gehe ich die Prüfung in der Reihenfolge durch, in der ich sie in Konten auch selbst mache: erst die Trennung zwischen Messproblem und echtem Rückgang, dann Tracking, Consent, die Umstellungen 2026, Gebotsstrategie, Budget, Auktion, Saison, Landingpage, Richtlinien und zuletzt Zahlung und Konto. Jeder Punkt hat konkrete Prüfschritte. Aussagen zu Google-Funktionen stützen sich auf die Google Ads-Hilfe, die Google Analytics-Hilfe und den Google Ads Developer Blog, die Quellen stehen am Ende. Wo ich aus der Praxis einordne, sage ich das dazu.
Schritt 1: Messproblem oder echter Rückgang?
Bevor du irgendetwas änderst, legst du vier Zahlen nebeneinander: Impressionen, Klicks, Conversions und die Anfragen oder Verkäufe, die tatsächlich im Betrieb angekommen sind. Diese letzte Zahl kommt nicht aus Google Ads, sondern aus deinem Postfach, deinem CRM oder deinem Shop-Backend. Sie ist die Gegenprobe, die über alles Weitere entscheidet.
| Symptom | Erste Prüfung | Wahrscheinliche Richtung |
|---|---|---|
| Klicks ohne Conversions | Anfragen im Postfach oder CRM gegenzählen | Messproblem |
| Impressionen weg | Kampagnenstatus, Budget, Anzeigenstatus, Abrechnung | Auslieferung |
| Letzte Tage schwach | Segment „Tage bis zur Conversion“ | Verzögerung |
| Alles fällt gleichmäßig | Vorjahreszeitraum, Auktionsdaten | Nachfrage oder Wettbewerb |
Tabelle seitlich scrollbar
Die Tabelle ist meine Arbeitsheuristik, keine Regel von Google. Sie spart aber viel Zeit, weil sie die Suche sofort halbiert.
Drei Werkzeuge im Konto helfen bei dieser ersten Einordnung:
- Conversion-Verzögerung einrechnen. Laut Google werden Conversions dem Tag der Anzeigeninteraktion zugeordnet und können erst später erfasst werden. Die Google Ads-Hilfe hält ausdrücklich fest, dass sich Conversion-Verzögerungen stärker auf aktuelle als auf ältere Daten auswirken. Über Segment, Conversions und „Tage bis zur Conversion“ siehst du, wie lange es in deinem Konto typischerweise dauert. Wenn nur die letzten Tage schwach sind, ist das oft noch kein Einbruch.
- Erläuterungen öffnen. Google zeigt für Such-, Performance-Max-, Demand-Gen-, Display-, Video- und App-Kampagnen Erläuterungen zu erheblichen Leistungsschwankungen. Als mögliche Ursachen nennt die Hilfe unter anderem Gebote, Budget, Conversions (etwa Tracking-Einstellungen und Verzögerungen), Auktionsdynamik, Suchvolumen, Kontoänderungen und Ausrichtung. Das ersetzt keine Prüfung, gibt aber oft die Richtung vor.
- Änderungsverlauf lesen. Der Änderungsverlauf listet laut Google Änderungen der letzten zwei Jahre auf. Ich filtere auf die Tage vor dem Einbruch: Wer hat was geändert, Budget, Ziel, Keywords, Conversion-Aktionen? Auch Änderungen durch automatisierte Google-Systeme können dort auftauchen.
Wenn die Gegenprobe zeigt, dass im Betrieb genauso viele Anfragen ankommen wie vorher, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Messproblem vor. Dann sind die Schritte 2 bis 4 dein Pfad. Wenn auch im Betrieb weniger ankommt, geht es ab Schritt 5 weiter.
Schritt 2: Tracking und Tags prüfen
Ein ausgefallener Tag ist aus meiner Praxis eine der häufigsten Ursachen für einen scheinbar plötzlichen Einbruch, gerade nach einem Website-Relaunch, einem neuen Formular-Tool oder einer Änderung im Google Tag Manager.
- Status der Conversion-Aktionen ansehen. Unter Zielvorhaben und Conversions steht für jede Aktion ein Tracking-Status. Laut Google heißt „Nicht überprüft“, dass der Tag noch nicht ausgelöst wurde. „Tag inaktiv“ oder „Keine kürzlich erfassten Conversions“ bedeutet, dass in den letzten 7 bis 14 Tagen keine Conversions erfasst wurden, die Anzeigenklicks zugeordnet sind. Bei „Inaktiv“ oder „Maßnahme erforderlich“ aufgrund von Tag-Problemen empfiehlt Google die Prüfung mit dem Google Tag Assistant.
- Eine Conversion selbst auslösen. Schick das Formular selbst ab, am besten auf dem Smartphone, und beobachte im Tag Assistant, ob der Conversion-Tag auf der Danke-Seite oder beim Absende-Ereignis feuert. Google weist darauf hin: Wenn der Tag nachweislich richtig auslöst, liegt der Status „Keine kürzlich erfassten Conversions“ wahrscheinlich daran, dass es zuletzt keine Conversions gab, und nicht an einem technischen Tag-Problem. Dann bist du wieder bei der Gegenprobe aus Schritt 1.
- Primär und sekundär kontrollieren. In die Spalte „Conversions“ und in die Gebote fließen laut Google nur primäre Conversion-Aktionen, sofern sie zum Zielvorhaben gehören, das für Gebote verwendet wird. Sekundäre Aktionen stehen nur in „Alle Conversions“. Wenn jemand eine Aktion von primär auf sekundär gestellt hat, verschwinden die Conversions aus der Hauptspalte, obwohl weiter gemessen wird. Das siehst du im Änderungsverlauf.
- Datenausschlüsse setzen, wenn der Ausfall bestätigt ist. Für Tagging-Probleme, Website-Ausfälle oder Import-Probleme bietet Google Datenausschlüsse an. Sie sorgen dafür, dass Smart Bidding die fehlerhaften Tage ignoriert. Laut Google sind sie für Such-, Display-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen mit conversion- oder wertbasiertem Smart Bidding verfügbar, sollen möglichst bald nach Entdecken des Problems gesetzt werden und sind nicht für regelmäßigen oder langen Einsatz gedacht.
Schritt 3: Consent prüfen
Wie oft ein fehlender oder falsch verdrahteter Consent Mode hinter unerklärlich einbrechenden Conversions steckt, habe ich im Artikel zum Consent Mode v2 beschrieben, das wiederhole ich hier nicht. Für die Diagnose zählen drei Prüfschritte:
- Consent-Status in Google Ads. Über Zielvorhaben, Conversions, Zusammenfassung, die jeweilige Conversion-Aktion und den Tab „Diagnose“ zeigt Google an, ob der Einwilligungsmodus eingerichtet ist und ob die Modellierung aktiv ist.
- Consent-Signale im Tag Assistant. Im Consent-Tab siehst du laut Google den Standardstatus beim Seitenaufruf und das Update nach der Einwilligung, jeweils für ad_storage, ad_personalization, ad_user_data und analytics_storage. Vor der Einwilligung sollte der Standard auf „Denied“ stehen, nach deiner Zustimmung das Update auf „Granted“. Bleibt das Update aus, kommt die Einwilligung nicht bei den Google-Tags an.
- Banner-Änderungen gegen das Datum legen. Aus meiner Praxis: Ein Update der Consent-Plattform, ein neues Banner-Design oder eine geänderte Tag-Reihenfolge fällt verdächtig oft mit dem ersten schwachen Tag zusammen. Frag nach, wer wann etwas am Banner geändert hat.
Schritt 4: Die Umstellungen 2026 abklopfen
2026 hat Google mehrere Dinge umgestellt, die in Konten ohne erkennbare eigene Änderung Wirkung zeigen können. Diese vier prüfe ich derzeit bei jedem unerklärten Einbruch.
Google Analytics: Einwilligungsmodus als einziges Steuerelement ab 15. Juni 2026
Laut Google-Analytics-Hilfe wurde die Erhebung von Google-Ads-Cookies und -IDs über das Google-Analytics-Tag bisher sowohl über die Einstellung „Google-Signale“ als auch über den Einwilligungsmodus gesteuert. Ab dem 15. Juni 2026 verwendet Google Analytics den Einwilligungsmodus als einziges Steuerelement. Die Google-Signale-Einstellung regelt danach nur noch die Verknüpfung von GA-Daten mit Daten angemeldeter Nutzer für Berichte zum Verhalten.
Wichtig für die Diagnose: Das betrifft die Daten in Google Analytics, nicht direkt die Conversion-Spalte in Google Ads. Wenn deine Conversions über das Google-Ads-Conversion-Tag gemessen werden, erklärt diese Änderung keinen Einbruch in Google Ads. Anders ist es, wenn du GA-Conversions in Google Ads importierst: Laut Google sind in Google Analytics erstellte Conversions standardmäßig sekundär, können aber in Google Ads auf primär gestellt werden. Nur dann würde ich die GA-Seite in die Suche einbeziehen.
Erweiterte Conversions: ein Schalter ab Juni 2026
Laut Google Ads-Hilfe nimmt Google Ads seit April 2026 von Nutzern bereitgestellte Daten aus Website-Tags, Data Manager und API-Verbindungen gleichzeitig an. Ab Juni 2026 werden erweiterte Conversions für das Web und für Leads zu einer Funktion mit einem einzigen Ein/Aus-Schalter zusammengeführt. Wer den Nutzungsbedingungen für Kundendaten bereits zugestimmt hatte, wird laut Google automatisch auf den neuen einheitlichen Status umgestellt. Prüfschritt: In den Conversion-Einstellungen nachsehen, ob der Schalter tatsächlich aktiv ist.
Offline- und Lead-Uploads: Data Manager API ab 15. Juni 2026
Laut Google Ads-Hilfe werden ab dem 15. Juni 2026 der Import von Offline-Conversions und Uploads erweiterter Conversions für Leads zur Data Manager API migriert und in der Google Ads API blockiert. Entwickler-Tokens, über die zwischen Januar und Juni 2026 keine Anfrage gesendet wurde, kommen nicht auf die Zulassungsliste für den Legacy-Zugriff. Wenn dein CRM, ein Connector oder ein eigenes Skript Leads über die Google Ads API hochlädt, prüfst du, ob seit Mitte Juni noch Uploads ankommen und ob der Anbieter auf die Data Manager API umgestellt hat. Fehlende Uploads sehen im Konto aus wie fehlende Leads.
AI Max: automatisches Upgrade ab 1. September 2026
Laut Google Ads Developer Blog vom 12. August 2026 stuft Google Ads ab dem 1. September 2026 Suchkampagnen, die weitgehend passende Keywords auf Kampagnenebene oder eigenständige automatisch erstellte Assets nutzen, schrittweise im Laufe des Septembers auf AI Max hoch. Nach dem Upgrade ist der Suchbegriffsabgleich standardmäßig aktiv, die Erweiterung der finalen URL bleibt aus. Dynamische Suchanzeigen sind davon ausgenommen, ihre Migration plant Google für Februar 2027.
Prüfschritte: Im Änderungsverlauf nach dem Upgrade-Datum suchen und im Bericht zu Suchbegriffen die Spalte „Keyword-Option“ nach „AI Max“ filtern. So siehst du, welche Suchanfragen erst durch AI Max dazugekommen sind und wie sie konvertieren. Google empfiehlt, nach dem Aktivieren von AI Max mindestens zwei Wochen zu warten, bevor du Änderungen wie auszuschließende Keywords vornimmst. Offensichtlich unpassende Suchbegriffe würde ich trotzdem sofort ausschließen, das ist meine Praxis-Sicht. Was die Umstellung im Detail bedeutet, erkläre ich im Beitrag zur AI-Max-Umstellung.
Schritt 5: Gebotsstrategie, Lernphase und Zieländerungen
Wenn die Messung stimmt und trotzdem weniger ankommt, schaue ich als Nächstes auf die Gebotsstrategie. Google zeigt dafür einen eigenen Status:
- Lernt: Die Strategie sammelt nach einer neuen Strategie, einer Einstellungsänderung oder einer Änderung der Zusammensetzung Daten.
- Eingeschränkt: Die Leistung wird begrenzt, etwa durch Budget, Gebotslimits oder das verfügbare Inventar.
- Falsch konfiguriert: Einer conversionbasierten Strategie fehlen laut Google die passenden Conversions. Das ist häufig die Folge eines Problems aus Schritt 2.
Laut Google braucht Smart Bidding standardmäßig eine Lernphase von 7 bis 14 Tagen. Häufige manuelle Änderungen an Budgets, Zielen (CPA oder ROAS) oder Conversion-Zielvorhaben setzen das Lernzeitfenster zurück. Ein Einbruch, der genau nach einer Zieländerung beginnt, hat deshalb oft eine einfache Erklärung. Aus meiner Praxis: Ein deutlich verschärfter Ziel-CPA kostet fast immer Volumen, weil die Strategie dann nur noch auf günstigere Auktionen bietet.
Dazu kommt eine Änderung, die viele übersehen haben: Seit dem 17. August 2026 stimmt Google budgetbeschränkte Kampagnen mit Ziel-CPA, Ziel-ROAS oder (bei Demand Gen) Ziel-CPC konsistenter auf das festgelegte Ziel ab. Wer bisher deutlich unter dem Ziel-CPA lag, sieht nun unter Umständen andere Zahlen. Die Details stehen in meinem Beitrag zur Umstellung der Gebotsstrategien im August 2026.
Prüfschritt: Im Änderungsverlauf nach Änderungen an Gebotsstrategie, Zielwerten und Conversion-Zielvorhaben filtern und das Datum neben den Beginn des Einbruchs legen.
Schritt 6: Budget und „durch Budget eingeschränkt“
Weniger Conversions bei weniger Impressionen hat oft einen banalen Grund: Das Budget reicht nicht mehr, oder es wurde gekürzt. Ob das so ist, zeigen zwei Spalten, die ich in jeder Diagnose einblende:
- „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget)“: der Anteil der Impressionen, die laut Google wegen zu geringen Budgets nicht erzielt wurden.
- „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“: der Anteil, der wegen eines zu niedrigen Anzeigenrangs verloren ging.
Steigt der Budget-Wert, fehlt Geld. Steigt der Rang-Wert, verlierst du Auktionen, dann geht es mit Schritt 7 weiter. Zusätzlich zeigt der Status der Gebotsstrategie „Eingeschränkt“, wenn das Tagesbudget die Leistung begrenzt. Prüfe auch, ob mehrere Kampagnen sich ein gemeinsames Budget teilen und eine davon das Geld an sich zieht. Das ist eine häufige Ursache in Konten mit mehreren Leistungen oder Standorten.
Schritt 7: Auktionsdaten und Wettbewerb
Wenn der Rang-Anteil steigt oder die Klickpreise anziehen, lohnt der Blick in die Auktionsdaten. Laut Google zeigt der Bericht unter anderem den Anteil an möglichen Impressionen, die Überschneidungsrate, die Rate der Position oberhalb sowie die Raten für obere und oberste Positionen, jeweils im Vergleich zu anderen Werbetreibenden in denselben Auktionen. Der Bericht erscheint nur, wenn eine Mindestaktivität erreicht ist.
Prüfschritt: Den Zeitraum vor dem Einbruch mit dem Zeitraum danach vergleichen. Taucht ein neuer Mitbewerber mit hoher Überschneidungsrate und hoher Rate der Position oberhalb auf, hat sich die Auktion verändert, nicht dein Konto. Dann helfen weder Tracking-Prüfung noch hektische Gebotserhöhungen, sondern eine ehrliche Rechnung, was ein Klick dir wert ist.
Schritt 8: Saisonalität
Manche Einbrüche sind keine. Schulferien, Brückentage, Wetter oder das Ende einer Saison verändern die Nachfrage, ohne dass im Konto etwas kaputt ist. Der schnellste Test: denselben Zeitraum im Vorjahr ansehen, sofern das Konto so alt ist, und die Entwicklung der Impressionen vergleichen. Fallen Impressionen und Anfragen gleichmäßig, spricht das für weniger Nachfrage.
Ein Sonderfall sind saisonale Anpassungen. Google beschreibt sie als Werkzeug für erwartete, deutliche Änderungen der Conversion-Rate, am besten geeignet für Zeiträume von 1 bis 7 Tagen, bei mehr als 14 Tagen funktionieren sie laut Google möglicherweise nicht gut. Prüfschritt: Nachsehen, ob jemand eine saisonale Anpassung gesetzt hat und ob ihr Zeitraum zum Einbruch passt.
Schritt 9: Landingpage und Website
Ein Formular, das nicht mehr abschickt, eine Danke-Seite, die nicht mehr lädt, ein Plugin-Update, das den Button verschiebt: Aus Sicht von Google Ads sieht das aus wie ein Leistungseinbruch, weil Klicks kommen und nichts passiert.
- Die Landingpage selbst durchklicken, auf Smartphone und Desktop, bis zur Danke-Seite.
- Formular-Zustellung prüfen: Kommt die Test-Anfrage im Postfach an, und landet sie nicht im Spam?
- Erreichbarkeit prüfen: Laut Google-Richtlinie „Nicht funktionierendes Ziel“ wird eine Anzeige abgelehnt, wenn das Ziel nicht funktioniert, etwa wenn es HTTP-Fehler wie 403, 404 oder 500 an den Crawler zurückgibt. Eine Landingpage, die zeitweise ausfällt, kann also auch Auslieferung kosten.
Schritt 10: Abgelehnte Anzeigen und Richtlinien
Fallen Impressionen in einzelnen Anzeigengruppen auf null, schaue ich in den Anzeigenstatus und in den Richtlinienmanager. Abgelehnte oder eingeschränkte Anzeigen und Assets fallen gerade dann nicht auf, wenn sie nur einen Teil des Kontos betreffen. Laut Google werden die meisten Anzeigen innerhalb von 24 bis 48 Stunden überprüft. Neue oder geänderte Anzeigen können also für eine Weile nicht ausgeliefert werden.
Für einzelne Suchbegriffe hilft die Anzeigenvorschau und -diagnose. Laut Google findest du damit heraus, warum für einen bestimmten Suchbegriff keine Anzeigen ausgeliefert werden.
Schritt 11: Zahlungs- und Kontoprobleme
Laut Google-Hilfe zur Problembehebung werden Anzeigen nicht ausgeliefert, wenn das Konto gesperrt ist, einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen wird oder Abrechnungsprobleme hat, etwa eine Zahlungsaussetzung oder eine nicht konfigurierte Zahlungsmethode, bis das Problem behoben ist. Eine Sicherheitsüberprüfung kann laut Google auch dazu führen, dass keine Impressionen erzielt werden oder vorübergehend eine Grenze für tägliche Ausgaben gilt.
Prüfschritte: Benachrichtigungen im Konto lesen, die Abrechnung öffnen und Zahlungsmethode sowie letzte Zahlung kontrollieren. Eine abgelaufene Kreditkarte ist aus meiner Praxis ein erstaunlich häufiger Grund für einen „plötzlichen“ Stillstand. Wenn das Konto gesperrt ist, geht es nicht mehr um Optimierung. Was dann zu tun ist, habe ich im Beitrag Google Ads Konto gesperrt zusammengefasst, und für die Wiederherstellung gibt es die Google Ads Recovery (ab 700 €).
Meine Prüf-Reihenfolge als Kurzliste
- Gegenprobe: Anfragen im Betrieb gegen Conversions im Konto.
- Letzte Tage ausklammern, „Tage bis zur Conversion“ ansehen.
- Erläuterungen und Änderungsverlauf lesen.
- Status der Conversion-Aktionen, Tag Assistant, primär und sekundär.
- Consent-Status in Google Ads und im Tag Assistant.
- Umstellungen 2026: GA-Consent, Schalter für erweiterte Conversions, Data Manager API, AI Max.
- Status der Gebotsstrategie und Zieländerungen.
- Entgangene Impressionen durch Budget und Rang.
- Auktionsdaten im Zeitvergleich.
- Vorjahr und saisonale Anpassungen.
- Landingpage, Formular, Erreichbarkeit.
- Anzeigenstatus und Richtlinienmanager.
- Abrechnung und Kontostatus.
Erst wenn die Ursache feststeht, ändere ich etwas, und dann nur eine Sache auf einmal. Sonst weißt du hinterher nicht, was gewirkt hat.
Wann sich ein zweiter Blick lohnt
Viele Einbrüche lassen sich mit dieser Liste in kurzer Zeit eingrenzen. Schwierig wird es, wenn mehrere Ursachen zusammenkommen, etwa ein Consent-Update in derselben Woche wie das AI-Max-Upgrade. Wie eine gute Betreuung in so einem Fall reagiert, beschreibe ich im Szenario zum plötzlichen Performance-Drop im Artikel woran du eine gute Google-Ads-Betreuung erkennst.
Wenn du die Prüfung nicht selbst machen willst oder nach der Liste immer noch keine klare Ursache hast: Im Google Ads Audit (ab 500 €) gehe ich genau diese Punkte in deinem Konto durch, und in der laufenden Google-Ads-Betreuung (ab 1.000 € pro Monat) gehört diese Kontrolle zur Routine, damit ein Ausfall nicht erst nach Wochen auffällt.
Quellen
- Google Ads-Hilfe, Conversion-Verzögerungen und „Tage bis zur Conversion“: support.google.com/google-ads/answer/9347065
- Google Ads-Hilfe, Erläuterungen zu Leistungsschwankungen: support.google.com/google-ads/answer/9000655
- Google Ads-Hilfe, Änderungsverlauf: support.google.com/google-ads/answer/19888
- Google Ads-Hilfe, Status „Nicht überprüft“ und weitere Tracking-Status: support.google.com/google-ads/answer/10029065
- Google Ads-Hilfe, Probleme mit nicht überprüften oder inaktiven Conversion-Aktionen mit dem Tag Assistant beheben: support.google.com/google-ads/answer/10989978
- Google Ads-Hilfe, Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen: support.google.com/google-ads/answer/11461796
- Google Ads-Hilfe, Datenausschlüsse: support.google.com/google-ads/answer/10370710
- Google Ads-Hilfe, Implementierung des Einwilligungsmodus prüfen: support.google.com/google-ads/answer/14218557
- Google Analytics-Hilfe, Änderungen bei Google Analytics-Steuerelementen für Daten: support.google.com/analytics/answer/17016975
- Google Ads-Hilfe, Aktualisierung Ihrer Einstellungen für erweiterte Conversions: support.google.com/google-ads/answer/16884284
- Google Ads-Hilfe, Offline-Conversions importieren: support.google.com/google-ads/answer/2998031
- Google Ads Developer Blog, Migration von Broad Match auf Kampagnenebene und automatisch erstellten Assets zu AI Max (12.08.2026): ads-developers.googleblog.com/2026/08/migrate-campaign-level-broad-match-and.html
- Google Ads-Hilfe, Berichte in AI Max für Suchkampagnen: support.google.com/google-ads/answer/16470459
- Google Ads-Hilfe, Status der Gebotsstrategie: support.google.com/google-ads/answer/6263057
- Google Ads-Hilfe, Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien: support.google.com/google-ads/answer/17061251
- Google Ads-Hilfe, Anteil an möglichen Impressionen: support.google.com/google-ads/answer/7103314
- Google Ads-Hilfe, Leistung mithilfe von Auktionsdaten vergleichen: support.google.com/google-ads/answer/2579754
- Google Ads-Hilfe, Saisonale Anpassungen: support.google.com/google-ads/answer/10369906
- Google Ads-Richtlinien, Nicht funktionierendes Ziel: support.google.com/adspolicy/answer/16428019
- Google Ads-Hilfe, Problembehebung, wenn Ihre Suchkampagne nicht läuft oder niedrige Zugriffszahlen erzielt: support.google.com/google-ads/answer/9208915
Stand: September 2026




