Die Kampagne ist gestartet, und in der Spalte Impressionen steht seit Stunden eine Null. Oder du googelst deinen wichtigsten Suchbegriff und findest deine Anzeige nicht. Die Ursache lässt sich in aller Regel finden, wenn du in der richtigen Reihenfolge suchst: Erst klärst du, ob die Anzeigen wirklich nicht laufen oder ob du sie nur selbst nicht siehst. Danach gehst du von oben nach unten durch sechs Ebenen, nämlich Konto, Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeige, Keywords und Auktion. Ein Problem auf einer oberen Ebene legt alles darunter still. Es bringt also nichts, an Keywords zu feilen, solange die Zahlung hängt.
Zwei Nachbarprobleme behandle ich hier nicht: Wenn deine Anzeigen laufen, aber die Conversions einbrechen, hilft der Artikel zum Leistungseinbruch in Google Ads. Wenn das ganze Konto gesperrt ist, lies Google Ads Konto gesperrt.
Stand: Status-Namen und Menüpfade nach der deutschen Google-Ads-Hilfe, geprüft am 08.10.2026. Google benennt Menüs und Status gelegentlich um. Die Quellen stehen am Ende des Artikels.
Vorab: Laufen die Anzeigen wirklich nicht?
Der häufigste Fehlalarm, den ich in der Praxis sehe, ist eine Anzeige, die läuft, beim eigenen Googeln aber nicht auftaucht. Bevor du irgendetwas änderst, klärst du deshalb diese Frage.
Die Spalte Impressionen ist die Wahrheit
Öffne die Kampagnenübersicht, stell den Zeitraum einmal auf „Heute“ und einmal auf die letzten sieben Tage und schau auf die Impressionen. Laut Google werden Klicks, Impressionen und Kosten in der Regel stündlich aktualisiert. Stehen dort Impressionen, wird ausgeliefert. Dann hast du kein Auslieferungsproblem, sondern höchstens eines mit Reichweite oder Sichtbarkeit. Steht dort auch nach einigen Stunden noch eine Null, geht es mit dem Diagnosepfad weiter.
Warum du deine eigene Anzeige oft nicht siehst
- Google blendet sie dir aus. Laut Google-Hilfe unterbindet das System die Auslieferung an dich, wenn du wiederholt nach deiner Anzeige suchst, ohne zu klicken, weil es annimmt, dass du kein Interesse hast. Eigene Suchen verfälschen außerdem deine Klickrate.
- Du bist nicht in der Zielregion. Wer in Köln im Büro sitzt und eine Kampagne für Düsseldorf testet, gehört mit der Standortoption „Präsenz“ nicht zur Zielgruppe.
- Die Uhrzeit passt nicht. Mit einem Werbezeitplaner laufen Anzeigen laut Google nur zu den eingestellten Zeiten, und zwar in der Zeitzone des Kontos.
- Das Budget ist schon verbraucht. Bei knappem Tagesbudget läuft die Anzeige aus meiner Praxis oft schon ab dem späten Vormittag oder Nachmittag nicht mehr.
- Das Gerät ist ausgeschlossen. Eine Gebotsanpassung von -100 % auf ein Gerät schließt es laut Google aus, und das auch bei Smart Bidding.
Das richtige Werkzeug: Anzeigenvorschau und -diagnose
Statt zu googeln, nutzt du das Tool unter Tools > Fehlerbehebung > Anzeigenvorschau und -diagnose. Laut Google werden dort keine Anzeigenimpressionen erfasst, und deine Leistungsstatistiken bleiben unberührt. Du gibst einen Suchbegriff ein, wählst Standort, Sprache, Gerät und bei Bedarf eine Zielgruppe und siehst, ob deine Anzeige erscheint. Wenn nicht, nennt das Tool häufig den Grund.
Zwei Grenzen solltest du kennen: Das Tool funktioniert nur im Google-Suchnetzwerk, nicht im Displaynetzwerk, und laut Google berücksichtigt es unter Umständen nicht alle Kampagnenaktivitäten. Meldet es „Grund unbekannt“, nennt Google selbst zwei häufige Szenarien: eine Kampagne in der Lernphase oder ein Keyword mit Strich beim Qualitätsfaktor beziehungsweise geringem Suchvolumen.
Ergänzend lohnt die Kampagnendiagnose: Wähl unter Kampagnen eine einzelne Kampagne aus und öffne die Übersicht. Laut Google prüft die Diagnose bei allen Kampagnentypen mehr als 90 Messwerte, unter anderem zu Konto, Anzeigen, Zielgruppen, Geboten und Budget, und schlägt Lösungen vor.
Der Diagnosepfad: sechs Ebenen von oben nach unten
Google Ads ist hierarchisch aufgebaut. Eine Anzeige kann nur laufen, wenn Konto, Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeige und Keyword gleichzeitig freigegeben sind, und sie muss dann die Auktion gewinnen. Ich prüfe deshalb in dieser Reihenfolge und behebe jede Blockade, sobald ich sie finde. Danach schaue ich trotzdem die nächste Ebene an, denn manchmal sind es zwei Probleme gleichzeitig.
Schritt 1: Konto
Probleme auf Kontoebene zeigt Google meist als Banner oder in den Benachrichtigungen an. Lies sie, bevor du weitersuchst.
- Zahlung: Laut Google wird die Auslieferung bei abgelehnten Zahlungen möglicherweise unterbrochen, bis die Zahlung eingegangen ist. Bei manchen Konten laufen die Anzeigen laut Google noch kurze Zeit weiter. Datum, Betrag und, falls vorhanden, den Grund findest du in der Abrechnungsübersicht. Abgelehnt wird übrigens von der Bank oder dem Kartenanbieter, nicht von Google. Google empfiehlt, eine sekundäre Zahlungsmethode als Reserve zu hinterlegen.
- Kontobudget: Ist für dein Konto ein Kontobudget eingerichtet, werden laut Google keine Anzeigen mehr ausgeliefert, sobald die Gesamtausgaben diesen Betrag vor dem Enddatum erreichen.
- Sperre oder Sicherheitsüberprüfung: Laut Google laufen Kampagnen nicht, wenn das Konto gesperrt ist, einer Sicherheitsüberprüfung unterliegt oder Abrechnungsprobleme hat. Bei einer Sperre geht es nicht mehr um Optimierung, sondern um den Einspruch, den ich im oben verlinkten Beitrag zur Kontosperre beschreibe.
- Werbetreibenden-Bestätigung: In der Google-Hilfe heißt sie auch „Überprüfung des Werbetreibenden“. Wählt Google dein Konto aus, bekommst du eine Frist. Laut Google wird das Konto pausiert, wenn du die Unterlagen nicht innerhalb der 30-tägigen Frist einreichst oder die Bestätigung nicht innerhalb von 30 Tagen abschließt. Pausierte Konten können keine Anzeigen schalten. Schon während des Verfahrens können einige Anzeigen eingeschränkt sein, und die Aktualisierung des Status kann bis zu fünf Werktage dauern. Ablauf und Dokumente beschreibe ich im Beitrag zur Werbetreibenden-Bestätigung.
Schritt 2: Kampagne
Die Spalte Status in der Kampagnenliste sagt dir viel, wenn du die Begriffe kennst:
- Aktiv: Die Kampagne kann Anzeigen ausliefern.
- Aktiv (eingeschränkt): Sie läuft, laut Google aber wegen eines beschränkten Budgets oder wegen Einschränkungen bei der Gebotsstrategie nur gelegentlich.
- Nicht aktiv: Es gibt keine Anzeigengruppen, oder alle Anzeigengruppen, Anzeigen oder Keywords sind pausiert oder gelöscht.
- Pausiert, Entfernt, Ausstehend, Beendet: angehalten, gelöscht, Start liegt in der Zukunft, Enddatum ist verstrichen.
Danach gehe ich diese Einstellungen durch:
- Start- und Enddatum. „Ausstehend“ und „Beendet“ klingen banal, kommen aus meiner Praxis aber oft vor, besonders bei kopierten Kampagnen, die ein altes Enddatum mitgenommen haben.
- Budget. Laut Google werden Anzeigen bei niedrigem Budget seltener ausgeliefert, weil das System dein Ausgabenlimit einhält. Ein Budget, das nur für wenige Klicks am Tag reicht, erzeugt in teuren Branchen schnell Stunden ohne Impressionen.
- Gebotsstrategie und Lernphase. Die Gebotsstrategie hat einen eigenen Status: „Lernt“, „Eingeschränkt“ oder „Falsch konfiguriert“. Letzteres heißt, dass einer conversionbasierten Strategie die passenden Conversions fehlen. Laut Google können bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder 3 Conversion-Zyklen nötig sein, bis sich eine Strategie an ein neues Ziel angepasst hat. Laut Google können Anzeigen mit sehr niedrigen Geboten zwar ausgeliefert werden, nehmen aber an weniger Auktionen teil. Aus meiner Praxis gilt das genauso für zu ehrgeizige Zielwerte: Ein Ziel-CPA weit unter dem, was das Konto bisher erreicht hat, kann die Auslieferung fast auf null drücken.
- Werbezeitplaner. Anzeigen laufen nur in den eingestellten Zeitfenstern, und Google verwendet dafür die Zeitzone des Kontos. Ein Konto mit falscher Zeitzone verschiebt deinen ganzen Plan. Wie du Zeiträume über Mitternacht korrekt in zwei Einträgen anlegst und den Plan nach dem Speichern prüfst, zeige ich im Beitrag zum Google Ads Werbezeitplaner.
- Standortoptionen. „Präsenz oder Interesse“ ist der Standard und laut Google die empfohlene Einstellung. „Präsenz“ erreicht nur Nutzer, die sich gerade oder regelmäßig in der Zielregion aufhalten. Für lokale Dienstleister ist „Präsenz“ aus meiner Sicht oft richtig, dann muss das Gebiet aber groß genug sein. Ist die Reichweite zu gering, empfiehlt Google in der Fehlerbehebung selbst den Wechsel von „Präsenz“ zu „Präsenz oder Interesse“.
- Zielgruppen. Steht eine Zielgruppe auf „Targeting“ statt „Beobachtung“, laufen Anzeigen nur noch für diese Liste. Google empfiehlt für neue Suchkampagnen ausdrücklich „Beobachtung“.
- Sprache. Laut Google-Hilfe entfällt ab September 2026 die Spracheinstellung auf Kampagnenebene für Suchkampagnen. Die Anzeigen werden dann anhand ihrer eigenen Sprache zugeordnet. Bei Performance Max gilt die Einstellung nicht mehr für das Suchnetzwerk, bleibt aber für YouTube, Display, Discover und Gmail. Für die Diagnose heißt das: In Suchkampagnen zählt, in welcher Sprache deine Anzeigen geschrieben sind.
- Netzwerke und Geräte. Eine Displaykampagne erscheint nie in der Google-Suche, eine Suchkampagne nicht auf YouTube. Prüfe außerdem, ob irgendwo eine Geräte-Gebotsanpassung von -100 % gesetzt ist.
Schritt 3: Anzeigengruppe
Diese Ebene ist schnell erledigt. Ist die Anzeigengruppe pausiert oder entfernt? Hat sie mindestens eine aktive, freigegebene Anzeige und, bei Suchkampagnen, aktive Keywords? Fehlt eines davon, läuft nichts, auch wenn die Kampagne auf „Aktiv“ steht. Arbeitest du mit manuellen Geboten, merk dir das Gebot der Anzeigengruppe für Schritt 6.
Schritt 4: Anzeige
In der Anzeigenliste zeigt die Spalte Status, ob eine Anzeige laufen darf. Über die Spalte „Richtliniendetails“ siehst du den genauen Grund. Die wichtigsten Status laut Google:
- Wird überprüft: Die Prüfung läuft. Laut Google werden die meisten Anzeigen innerhalb eines Arbeitstags geprüft. Die Seite zur Fehlerbehebung nennt 24 bis 48 Stunden, bei neuen Konten und bei Bild- oder Videoformaten bis zu fünf Werktage. Jede Änderung an der Anzeige startet die Prüfung neu, also nicht während der Prüfung herumeditieren.
- Aktiv: Die Anzeige entspricht den Richtlinien und kann für alle Zielgruppen ausgeliefert werden.
- Aktiv (eingeschränkt): Sie läuft, aber wegen richtlinienbedingter Einschränkungen, etwa bei Marken oder Glücksspiel, nicht überall.
- Aktiv (kann aber nicht in Zielregionen geschaltet werden): Wegen einer Richtlinie läuft sie in deinen Zielregionen nicht.
- Abgelehnt: Inhalt oder Zielseite verstoßen gegen eine Richtlinie, die Anzeige läuft nicht.
- Nicht aktiv: Kampagne oder Anzeigengruppe ist pausiert, entfernt, beendet oder ausstehend.
Abgelehnte Anzeigen korrigierst du direkt in der Anzeige oder legst im Richtlinienmanager (Tools > Fehlerbehebung) Einspruch ein. Laut Google sind pro Anzeige höchstens drei Einsprüche möglich, mit mindestens 24 Stunden Abstand. Ein Klassiker ist die Richtlinie „Nicht funktionierendes Ziel“: Liefert die Landingpage dem Google-Crawler Fehler wie 403, 404 oder 500, wird die Anzeige abgelehnt. Wie du einzelne Ablehnungsgründe behebst, zeigt der Beitrag Anzeige abgelehnt.
Ein Missverständnis zur Anzeigeneffektivität (Ad Strength, oft „Anzeigenstärke“ genannt): Laut Google wirkt sie sich nicht direkt auf die Auslieferung aus und wird weder für den Anzeigenrang noch für den Qualitätsfaktor herangezogen. Eine Anzeige mit „Schlecht“ läuft also, sie ist nur ein Hinweis, dass deine Titel und Beschreibungen besser werden können.
Schritt 5: Keywords
Die Spalte Status in der Keyword-Tabelle unterscheidet laut Google:
- Aktiv: Das Keyword kann Anzeigen auslösen.
- Aktiv (eingeschränkt) mit einem sekundären Status: „Geringes Suchvolumen“ (zu wenige Suchanfragen, das Keyword kann wieder aktiviert werden, sobald die Nachfrage steigt), „Unter Gebotsschätzung für die erste Seite“ (das Gebot reicht nach Googles Schätzung nicht für die erste Seite der Suchergebnisse) oder „Selten geschaltet, da Qualitätsfaktor zu niedrig“.
- Pausiert: von dir angehalten. Mit dem sekundären Status „Keyword aufgrund geringer Aktivität pausiert“ hat Google es selbst pausiert, weil es in den letzten 13 Monaten keine Impressionen erzielt hat. Das betrifft vor allem Konten, die lange geruht haben.
- Abgelehnt: Das Keyword verstößt gegen eine Richtlinie.
- Nicht aktiv: Kampagne oder Anzeigengruppe läuft nicht.
Was die einzelnen Spalten der Tabelle bedeuten, steht im Glossar unter Keyword-Status.
Auszuschließende Keywords, die blockieren. Ein konstruiertes Beispiel: Eine Zahnarztpraxis bucht das Keyword „zahnarzt notdienst“, und in einer gemeinsamen Ausschlussliste steht aus einer alten Kampagne „notdienst“ als weitgehend passendes auszuschließendes Keyword. Damit ist jede Suche mit „notdienst“ für diese Kampagne gesperrt. Laut Google werden bei auszuschließenden Keywords keine ähnlichen Varianten erkannt. Groß- und Kleinschreibung sowie Tippfehler berücksichtigt Google zwar automatisch, Singular, Plural und Synonyme aber nicht. Was passt, blockieren sie dafür zuverlässig. Google warnt außerdem: Wer zu viele auszuschließende Keywords verwendet, erreicht weniger potenzielle Kunden. Prüfe deshalb die Ausschlüsse auf Anzeigengruppen- und Kampagnenebene und die gemeinsamen Listen, die der Kampagne zugeordnet sind.
Keyword-Konflikte im eigenen Konto. Hast du ähnliche Keywords in mehreren Anzeigengruppen oder Kampagnen, gibt dein Konto laut Google trotzdem nur ein Gebot pro Auktion ab. Ein Keyword mit null Impressionen ist dann nicht kaputt, sondern wird von einem anderen Keyword aus deinem Konto überholt. Bei Suchkampagnen und Performance Max gilt laut Google: Ist die Suchanfrage mit einem Keyword deiner Suchkampagne identisch, hat die Suchkampagne Vorrang. Das ist kein Fehler, aber du solltest wissen, welche Anzeige gewinnt.
Schritt 6: Auktion
Wenn alle Ebenen freigegeben sind und trotzdem nichts läuft, verlierst du die Auktion. Der Anzeigenrang entscheidet laut Google darüber, ob deine Anzeige überhaupt infrage kommt und an welcher Position. Er setzt sich aus Gebot, Qualität von Anzeige und Landingpage, Anzeigenrang-Schwellenwerten, Wettbewerb, Kontext der Suche und der erwarteten Wirkung von Assets zusammen. Erreicht deine Anzeige die Mindestschwelle nicht, wird sie nicht ausgeliefert.
So erkennst du das Problem:
- Die Spalte „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“ zeigt, wie viele Impressionen du wegen zu niedrigen Anzeigenrangs verloren hast. Google nennt genau diese Spalte in der Fehlerbehebung.
- Keywords mit dem Status „Unter Gebotsschätzung für die erste Seite“ oder „Selten geschaltet, da Qualitätsfaktor zu niedrig“.
Der Qualitätsfaktor selbst fließt laut Google nicht in die Auktion ein, er ist ein Diagnosewert. Ein Strich statt einer Zahl heißt nur, dass zu wenige Suchanfragen genau zu deinem Keyword passen. Die Hebel sind also Gebot und Qualität: Anzeigentexte, die das Keyword aufgreifen, und eine schnelle Landingpage, die zur Suche passt. Aus meiner Praxis: In teuren Nischen reicht ein Gebot, das deutlich unter den üblichen Klickpreisen liegt, oft schlicht nicht für eine einzige Impression.
Sonderfälle
Neues Konto: Prüfzeiten und Kennenlernphase
Bei neuen Konten dauert die Anzeigenprüfung laut Google bis zu fünf Werktage. Dazu kommt die Richtlinie „Begrenzung der Anzeigenbereitstellung“: Bei Werbetreibenden, die Google noch nicht ausreichend vertraut, kann Google die Impressionen begrenzen, besonders bei Anzeigen mit Bezug zu anderen Marken und bei generischen Anzeigen ohne jedes Branding. Google bewertet dafür unter anderem Kontomerkmale, die Reife des Kontos, die bisherige Einhaltung der Richtlinien und den Stand der Bestätigung. Betroffene bekommen eine Benachrichtigung im Konto. Was hilft: Bestätigung abschließen, deine Marke klar in Anzeigen und Landingpage zeigen, keine austauschbaren Texte.
Sensible Branchen
In Bereichen wie Gesundheit oder Glücksspiel steht eine Anzeige häufig auf „Aktiv (eingeschränkt)“ oder wird abgelehnt, obwohl Kampagne und Keywords stimmen. Für Glücksspielanzeigen verlangt Google eine Zertifizierung, ebenso etwa für Online-Apotheken und Telemedizin. Versandapotheken dürfen in Deutschland laut Google werben, sofern Anzeigen und Landingpages keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel bewerben. Lies hier zuerst die Richtliniendetails der Anzeige, bevor du an Geboten drehst.
Performance Max
Drei Gründe, die es nur hier gibt: Laut Google geht eine Performance-Max-Kampagne ohne primäres Conversion-Zielvorhaben gar nicht erst in die Prüfung. Abgelehnte Assets können dazu führen, dass die Asset-Gruppe in einigen Netzwerken nur eingeschränkt ausgeliefert wird. Und nach dem Start empfiehlt Google, 7 bis 14 Tage zu warten, bis das System hochgefahren ist. Wenn zusätzlich eine Suchkampagne mit identischen Keywords läuft, gewinnt bei identischen Suchanfragen die Suchkampagne.
Demand Gen
Laut Google wird eine Demand-Gen-Kampagne möglicherweise nur eingeschränkt oder gar nicht ausgeliefert, wenn eine Zielgruppenliste unter der Mindestgröße liegt oder wenn nur eine Postleitzahl, ein kleiner Radius oder eine kleine Stadt ausgerichtet ist. Auch ein Zielgebot, das zu weit von der bisherigen tatsächlichen Leistung entfernt liegt, kann die Auslieferung stoppen. Google empfiehlt, das Ziel schrittweise in Schritten von etwa 20 % anzupassen und häufige Änderungen zu vermeiden.
Shopping und Merchant Center
Bei Shopping-Anzeigen und Performance Max mit Produktfeed liegt die Blockade oft im Merchant Center. Laut Google hat jedes Produkt einen von fünf Status: „Wird überprüft“ (für Shopping-Anzeigen 3 bis 5 Werktage), „In Verarbeitung“ (bis zu 15 Minuten), „Genehmigt“, „Eingeschränkt“ oder „Nicht genehmigt“. Nicht genehmigte Produkte können nicht auf Google erscheinen, Ursache sind Richtlinienverstöße oder Probleme mit der Datenqualität. Prüfe im Merchant Center unter Produkte die Spalte Status und die gemeldeten Probleme, bevor du in Google Ads nach Fehlern suchst.
Status-Meldungen auf einen Blick
| Status-Meldung | Bedeutung | Lösung |
|---|---|---|
| Kampagne „Ausstehend“ | Startdatum liegt in der Zukunft | Startdatum prüfen |
| Kampagne „Beendet“ | Enddatum ist verstrichen | Enddatum verlängern oder entfernen |
| Kampagne „Nicht aktiv“ | Keine aktiven Anzeigengruppen, Anzeigen oder Keywords | Darunterliegende Ebenen aktivieren |
| Kampagne „Aktiv (eingeschränkt)“ | Budget oder Gebotsstrategie bremsen | Budget und Zielwerte prüfen |
| Gebotsstrategie „Lernt“ | Strategie sammelt nach einer Änderung Daten | Abwarten, keine weiteren Änderungen |
| Gebotsstrategie „Falsch konfiguriert“ | Passende Conversions fehlen | Conversion-Aktionen und Ziele prüfen |
| Anzeige „Wird überprüft“ | Richtlinienprüfung läuft | Nicht editieren, nach zwei Arbeitstagen Status prüfen |
| Anzeige „Abgelehnt“ | Inhalt oder Ziel verstößt gegen eine Richtlinie | Korrigieren oder Einspruch im Richtlinienmanager |
| Anzeige „Aktiv (eingeschränkt)“ | Läuft wegen einer Richtlinie nur teilweise | Richtliniendetails lesen, ggf. Zertifizierung |
| Anzeige „Nicht aktiv“ | Kampagne oder Anzeigengruppe läuft nicht | Übergeordnete Ebene prüfen |
| Keyword „Geringes Suchvolumen“ | Zu wenige Suchanfragen | Allgemeineren Begriff oder breitere Option nutzen |
| Keyword „Unter Gebotsschätzung für die erste Seite“ | Anzeigenrang reicht nicht für Seite 1 | Gebot oder Anzeigenqualität erhöhen |
| Keyword „Selten geschaltet, da Qualitätsfaktor zu niedrig“ | Qualitätsfaktor zu niedrig | Anzeigentext, Landingpage oder Keyword verbessern |
| Keyword pausiert „aufgrund geringer Aktivität“ | 13 Monate ohne Impressionen | Reaktivieren, falls noch relevant |
| Produkt „Nicht genehmigt“ (Merchant Center) | Produkt kann nicht auf Google erscheinen | Problem im Merchant Center beheben |
Tabelle seitlich scrollbar
Die 10-Minuten-Prüfung
- Impressionen für „Heute“ und die letzten 7 Tage auf Kampagnenebene ansehen
- Suchbegriff in der Anzeigenvorschau und -diagnose testen, mit Standort und Gerät deiner Kunden
- Banner und Benachrichtigungen im Konto lesen
- Abrechnungsübersicht: letzte Zahlung, Zahlungsmethode, Kontobudget
- Status der Werbetreibenden-Bestätigung und eventuelle Frist prüfen
- Kampagnenstatus, Start- und Enddatum, Status der Gebotsstrategie
- Werbezeitplaner, Zeitzone, Standortoption und Zielgruppen-Einstellung kontrollieren
- Anzeigenstatus und Spalte „Richtliniendetails“, bei Bedarf Richtlinienmanager
- Keyword-Status und gemeinsame Listen mit auszuschließenden Keywords durchsehen
- „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“ einblenden
Fazit: erst die Ebene finden, dann reparieren
Anzeigen, die nicht ausgeliefert werden, haben selten eine geheimnisvolle Ursache. Meist ist es eine Blockade auf genau einer Ebene, und die findest du am schnellsten von oben nach unten: erst prüfen, ob die Anzeigen wirklich stehen, dann Konto, Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeige, Keywords und zuletzt die Auktion. Ändere erst etwas, wenn du die Ursache kennst, und dann nur eine Sache auf einmal.
Wenn du die Liste durch hast und die Ursache immer noch nicht klar ist, schaue ich mir das Konto an: Im Google Ads Audit (ab 500 €) prüfe ich dein Konto und sage dir, wo es hakt und was du selbst beheben kannst.
Quellen
- Google Ads-Hilfe, Problembehebung, wenn Ihre Suchkampagne nicht läuft oder niedrige Zugriffszahlen erzielt: support.google.com/google-ads/answer/9208915
- Google Ads-Hilfe, Eigene Anzeigen auf Google finden: support.google.com/google-ads/answer/1704363
- Google Ads-Hilfe, Anzeigenvorschau und -diagnose: support.google.com/google-ads/answer/148778
- Google Ads-Hilfe, Filter für Standort, Sprache, Gerät und Zielgruppe in der Anzeigenvorschau: support.google.com/google-ads/answer/9172579
- Google Ads-Hilfe, Kampagnendiagnose: support.google.com/google-ads/answer/12327514
- Google Ads-Hilfe, Aktualität der Daten: support.google.com/google-ads/answer/2544985
- Google Ads-Hilfe, Abgelehnte Zahlungen: support.google.com/google-ads/answer/1723046
- Google Ads-Hilfe, Anzeigen werden aufgrund von Kontoproblemen nicht ausgeliefert: support.google.com/google-ads/answer/13186366
- Google Ads-Richtlinien, Überprüfung des Werbetreibenden: support.google.com/adspolicy/answer/9703665
- Google Ads-Richtlinien, Pausierung von Google Ads-Konten: support.google.com/adspolicy/answer/9872152
- Google Ads-Hilfe, Kampagnenstatus und Status der Gebotsstrategie: support.google.com/google-ads/answer/1722131
- Google Ads-Hilfe, Dauer der Lernphase: support.google.com/google-ads/answer/13020501
- Google Ads-Hilfe, Werbezeitplaner einrichten: support.google.com/google-ads/answer/6372656
- Google Ads-Hilfe, Erweiterte Standortoptionen: support.google.com/google-ads/answer/1722038
- Google Ads-Hilfe, Sprachausrichtung: support.google.com/google-ads/answer/1722078
- Google Ads-Hilfe, Gebotsanpassungen: support.google.com/google-ads/answer/2732132
- Google Ads-Hilfe, Anzeigenstatus prüfen: support.google.com/google-ads/answer/9789379
- Google Ads-Hilfe, Überprüfungsprozess für Anzeigen: support.google.com/google-ads/answer/1722120
- Google Ads-Richtlinien, Abgelehnte Anzeige korrigieren oder Einspruch einlegen: support.google.com/adspolicy/answer/9338593
- Google Ads-Richtlinien, Nicht funktionierendes Ziel: support.google.com/adspolicy/answer/16428019
- Google Ads-Hilfe, Anzeigeneffektivität bei responsiven Suchanzeigen: support.google.com/google-ads/answer/9921843
- Google Ads-Hilfe, Keyword-Status: support.google.com/google-ads/answer/2453978
- Google Ads-Hilfe, Auszuschließende Keywords: support.google.com/google-ads/answer/2453972
- Google Ads-Hilfe, Keyword-Optionen und Priorisierung: support.google.com/google-ads/answer/7478529
- Google Ads-Hilfe, Anzeigenrang: support.google.com/google-ads/answer/1752122
- Google Ads-Hilfe, Qualitätsfaktor: support.google.com/google-ads/answer/6167118
- Google Ads-Richtlinien, Begrenzung der Anzeigenbereitstellung: support.google.com/adspolicy/answer/13889491
- Google Ads-Richtlinien, Gesundheit und Medizin: support.google.com/adspolicy/answer/176031
- Google Ads-Richtlinien, Glücksspiele und andere Spiele: support.google.com/adspolicy/answer/6018017
- Google Ads-Hilfe, Performance Max läuft nicht oder erzielt wenig Zugriffe: support.google.com/google-ads/answer/12131516
- Google Ads-Hilfe, Performance Max und Status der Richtlinienprüfung: support.google.com/google-ads/answer/13363141
- Google Ads-Hilfe, Demand Gen: Ausrichtung zu eng: support.google.com/google-ads/answer/14718134
- Google Ads-Hilfe, Demand Gen: Niedrige Zielgebote: support.google.com/google-ads/answer/14718747
- Merchant Center-Hilfe, Produktstatus und Sichtbarkeit: support.google.com/merchants/answer/160491
Stand: Oktober 2026




