In der Praxis: Die allermeisten deiner Website-Besucher kaufen nicht beim ersten Besuch. Remarketing holt sie zurück, und das oft deutlich günstiger als Cold Traffic. In diesem Guide lernst du, wie du Remarketing einrichtest, segmentierst und steuerst.
Was ist Remarketing?
Remarketing (auch Retargeting) zeigt Anzeigen an Menschen, die bereits deine Website besucht haben.
Beispiel:
- Nutzer besucht deinen Online-Shop, legt Produkt in Warenkorb
- Verlässt Website ohne Kauf
- Sieht am nächsten Tag deine Display-Anzeige: "10% Rabatt auf Ihren Warenkorb!"
- Kommt zurück und kauft
Warum so effektiv?
- Oft günstigere Klicks: vor allem im Display-Netzwerk
- Höhere CR: Warme Leads statt Cold Traffic
- Höherer AOV: Wiederkehrer kaufen oft mehr
- Brand Recall: Mehrfache Touchpoints = höheres Vertrauen
Rechenbeispiel (fiktive Zahlen, CPA = CPC / CR):
- Cold Traffic: CPC 3€, CR 2%, CPA 150€
- Remarketing: CPC 0,50€, CR 6%, CPA 8€
In diesem Beispiel rund 18x günstiger pro Conversion. Deine echten Werte zeigt nur dein eigenes Konto, und ein Teil der Remarketing-Käufer hätte auch ohne Anzeige gekauft.
Die 4 Haupt-Remarketing-Typen
1. Standard Display Remarketing
Was: Banner-Anzeigen auf Millionen Websites (Google Display Network)
Für wen: Alle Besucher deiner Website
Setup:
Google Ads → Kampagne erstellen → Display
→ Ziel: Verkäufe / Leads
→ Zielgruppe: Website-Besucher
Hinweis: Google überführt Display-Kampagnen in Demand Gen. Laut Google-Hilfe wird seit Juni 2026 schrittweise ein Migrationstool ausgerollt, mit dem berechtigte Werbetreibende bestehende Display-Kampagnen umziehen können. Später lassen sich neue Display-Kampagnen nur noch in Demand Gen anlegen, verbleibende Kampagnen werden automatisch migriert. Prüfe beim Anlegen, ob dein Konto Display noch als eigenen Kampagnentyp anbietet, sonst läuft Display-Remarketing über eine Demand-Gen-Kampagne.
Best Use: Brand Awareness, breite Ansprache
Kosten: Aus meiner Praxis oft CPC 0,20-0,60€
2. RLSA (Remarketing Lists for Search Ads)
Was: Anzeigen in Google-Suche für frühere Website-Besucher
Beispiel:
- Nutzer besucht deinen Shop, kauft nicht
- Eine Woche später googelt er "Laufschuhe kaufen"
- Deine Anzeige erscheint (mit höherem Gebot, weil du weißt: Er kennt dich!)
Setup:
Search-Kampagne → Zielgruppen → Beobachtung
→ Website-Besucher hinzufügen
→ Gebotsanpassung: +50-150%
Best Use: High-Intent-Keywords mit bekannten Besuchern
Kosten: Wie Search Ads, aber höherer ROI
3. Dynamic Remarketing (E-Commerce)
Was: Zeigt genau die Produkte, die der Nutzer angesehen hat
Beispiel:
[Display-Anzeige]
"Sie haben diese Produkte angesehen:"
[Nike Air Zoom Pegasus 40 - 129€]
[Adidas Ultraboost - 159€]
"Jetzt 15% Rabatt!"
Setup: Erfordert Product Feed (Google Merchant Center)
Best Use: E-Commerce mit vielen Produkten
Performance: Aus meiner Praxis meist bessere CR als Standard Remarketing, weil die Anzeige genau das angesehene Produkt zeigt
4. Video Remarketing (YouTube)
Was: Video-Anzeigen auf YouTube für Website-Besucher
Best Use:
- Brand-Building
- Produkt-Demos
- Testimonials
Kosten: Aus meiner Praxis oft CPV 0,05-0,20€ (sehr günstig)
Remarketing Setup: Schritt für Schritt
Schritt 1: Google Ads Tag installieren
Damit die Zielgruppen sauber befüllt werden, sollte dein Conversion-Tracking korrekt eingerichtet sein.
Methode A: Google Tag Manager (empfohlen)
GTM → Tag erstellen → Google Ads Remarketing
→ Conversion ID eingeben
→ Trigger: All Pages
→ Veröffentlichen
Methode B: Direkt
Google Ads → Tools → Zielgruppen-Manager
→ Zielgruppen-Quellen → Google Ads Tag
→ Code auf alle Seiten
Test: Auf Website gehen, dann in Google Ads prüfen: "Zielgruppen-Größe" sollte >0 sein
Schritt 2: Zielgruppen erstellen
Basic-Segmente:
1. Alle Besucher
Zielgruppen-Manager → + Neue Zielgruppe
→ Website-Besucher
→ Name: "Alle Besucher 30 Tage"
→ Dauer: 30 Tage
2. Warenkorbabbrecher (E-Commerce)
→ URL enthält: "/checkout" oder "/cart"
→ URL enthält NICHT: "/thank-you"
→ Dauer: 30 Tage
3. Produktseiten-Besucher ohne Kauf
→ URL enthält: "/product/"
→ URL enthält NICHT: "/thank-you"
→ Dauer: 30 Tage
4. Past Customers (Ausschluss oder Upsell)
→ URL enthält: "/thank-you"
→ Dauer: 540 Tage (max)
Schritt 3: Zeitbasierte Segmentierung
Warum wichtig? Intent ändert sich mit der Zeit.
Setup:
Zielgruppe 1: "Hot Leads" (0-7 Tage)
Zielgruppe 2: "Warm Leads" (8-30 Tage)
Zielgruppe 3: "Cold Leads" (31-90 Tage)
Unterschiedliche Botschaften pro Segment!
Die Remarketing-Sequenz-Strategie
Tag 1-7: Urgency & Incentive
Zielgruppe: Frische Besucher (höchste Intent!)
Botschaft: Rabatt-Angebot
"Noch am Überlegen? 10% Rabatt mit Code: WELCOME10"
"Nur noch 48h gültig!"
Gebot: +100-150% (aggressiv!)
Channels: Display + RLSA
Warum: Höchste Conversion-Wahrscheinlichkeit
Tag 8-30: Social Proof & Trust
Zielgruppe: Besucher die nicht konvertiert haben
Botschaft: Vertrauen aufbauen
"Über 10.000 zufriedene Kunden"
"★★★★★ 4,9 von 5 Sternen"
[Kunden-Testimonials zeigen]
Gebot: Standard
Channels: Display + YouTube
Warum: Überwinde Kaufbarrieren (Vertrauen)
Tag 31-90: Educational Content
Zielgruppe: Kalte Leads
Botschaft: Mehrwert statt Verkauf
"Die 10 besten Lauftipps für Anfänger"
"Kostenloser Guide: Den perfekten Laufschuh finden"
Gebot: Niedrig (-30%)
Channels: Display + Video
Warum: Re-Engagement über Content, nicht plumpe Werbung
Advanced Remarketing-Taktiken
1. Cross-Sell & Up-Sell (für bestehende Kunden)
Setup:
Zielgruppe: "Käufer Laufschuhe"
→ URL enthält: "/thank-you"
UND Produkt-ID Parameter
Kampagne: "Upsell Premium-Socken"
"Danke für Ihren Kauf! Ergänzen Sie Ihre Laufschuhe:
Premium-Laufsocken - Jetzt 20% für Bestandskunden"
Performance: Aus meiner Praxis oft sehr effizient, weil Bestandskunden dich schon kennen und günstig zu erreichen sind
2. Abandoned Cart Recovery
Die profitabelste Remarketing-Form!
Sequenz:
1-2 Stunden später: E-Mail + Display
"Sie haben etwas im Warenkorb vergessen!"
24 Stunden: Incentive
"Warenkorb wartet! + Gratis Versand bei Bestellung heute"
3 Tage: Urgency
"Letzter Tag! Produkte im Warenkorb fast ausverkauft"
Conversion Rate: Erfahrungsgemäß die höchste aller Remarketing-Zielgruppen, weil diese Nutzer schon kurz vor dem Kauf standen
3. Customer Match (E-Mail-Listen)
Was: Deine Kundenliste hochladen → Remarketing in Google
Setup:
Zielgruppen → + Neue Zielgruppe → Kundenliste
→ CSV mit E-Mails hochladen
DSGVO: Einwilligung nötig!
Use Cases:
- Bestandskunden von Akquise-Kampagnen ausschließen
- VIP-Kunden mit exklusiven Angeboten
- Upsell/Cross-Sell
Match Rate: Nicht jede E-Mail lässt sich einem Google-Konto zuordnen. Die tatsächliche Quote zeigt dir Google Ads nach dem Upload.
4. Lookalikes: die Nachfolger der Similar Audiences
Wichtig: Similar Audiences (ähnliche Zielgruppen) hat Google 2023 abgeschaltet. Die Idee lebt in zwei Nachfolgern weiter.
Optimierte Ausrichtung: In Display- und Demand-Gen-Kampagnen nutzt Google deine Remarketing- und Kundenlisten als Signal und sucht automatisch nach ähnlichen Nutzern.
Lookalike-Segmente in Demand Gen:
Demand-Gen-Kampagne → Anzeigengruppe → Zielgruppe
→ Lookalike-Segment anlegen
→ Basis: "Käufer letzte 90 Tage"
Größe: Deutlich größer als die Original-Liste
Performance: Erfahrungsgemäß zwischen Remarketing und Cold Traffic
Use Case: Skalierung wenn Remarketing-Pool zu klein
Budget & Gebotsstrategien
Budget-Allokation
Empfohlener Split:
Cold Traffic (Akquise): 60-70%
Remarketing: 30-40%
Warum nicht 100% Remarketing?
- Brauchen neuen Traffic für Remarketing-Pool
- Remarketing-Audience erschöpft sich
Remarketing Budget-Verteilung:
Warenkorbabbrecher: 40% (höchster ROI)
Produktseiten-Besucher: 30%
Alle Besucher: 20%
Lookalikes (Demand Gen): 10% (Testing)
Gebote nach Segment
Hot Leads (0-7 Tage, Warenkorbabbrecher):
- Gebot: +100-150% vs. Cold Traffic
- Begründung: Deutlich höhere Conversion-Wahrscheinlichkeit
Warm Leads (8-30 Tage):
- Gebot: +20-50%
Cold Leads (31-90 Tage):
- Gebot: -20-40% (günstig halten)
RLSA (Search):
- Gebotsanpassung: +50-100% für Besucher
Mehr dazu, welche Gebotsstrategien wann sinnvoll sind, findest du im Detail-Guide.
Creative-Strategien
Display-Anzeigen Best Practices
Format-Mix:
- Responsive Display Ads (automatisch)
-
- Custom HTML5 Banners (für A/B-Tests)
Elemente die funktionieren:
- Produktbild (was sie gesehen haben)
- Rabatt-Badge ("20% OFF")
- Urgency ("Nur noch 24h!")
- Social Proof ("10.000+ Kunden")
- CTA-Button ("Jetzt sichern")
A/B-Test-Ideen:
- 10% vs. 15% vs. 20% Rabatt
- "Jetzt kaufen" vs. "Jetzt sichern"
- Produktbild vs. Lifestyle-Bild
Dynamic Creative
Was: Anzeigen passen sich automatisch an Nutzer an
Setup (für E-Commerce):
Kampagne → Anzeigen → Dynamische Anzeigen
→ Feed verknüpfen (aus Merchant Center)
Zeigt automatisch:
- Produkte die Nutzer angesehen hat
- Mit aktuellen Preisen
- Ggf. mit Sale-Preisen
Performance: Erfahrungsgemäß besser als statische Anzeigen, weil jede Anzeige zum Nutzer passt
Häufige Remarketing-Fehler
Fehler #1: Frequency Capping vergessen
Problem: Nutzer sehen deine Anzeige 50x/Tag → nervig!
Lösung:
Kampagne → Einstellungen → Weitere Einstellungen
→ Frequency Capping: Max. 3-5 Impressionen pro Tag
Fehler #2: Zu lange Membership Duration
Problem: 540 Tage Remarketing → irrelevant nach 3 Monaten
Besser:
- Warenkorbabbrecher: 30 Tage
- Produktseiten: 60 Tage
- Alle Besucher: 90 Tage
Fehler #3: Keine Segmentierung
Problem: Alle Besucher gleich behandelt
Beispiel (fiktive Zahlen):
- Warenkorbabbrecher: 15% CR
- Homepage-Besucher: 2% CR
Lösung: Separate Kampagnen mit unterschiedlichen Geboten
Fehler #4: Nur Display
Verschwendetes Potential: RLSA oft profitabler!
Nutze alle Kanäle:
- Display Remarketing
- RLSA (Search)
- YouTube Remarketing
- Gmail Remarketing
- Demand Gen Remarketing (Nachfolger der früheren Discovery Ads)
Fehler #5: Bestandskunden nicht ausschließen
Problem: Du wirbst bei Menschen die bereits gekauft haben
Lösung:
Kampagne → Zielgruppen → Ausschlüsse
→ "Käufer letzte 30 Tage" ausschließen
Ausnahme: Upsell-Kampagnen!
Remarketing & DSGVO
Wichtig: Remarketing braucht Einwilligung (Cookie Consent)
Compliance:
- Cookie Banner mit Opt-In (nicht nur Opt-Out)
- Datenschutzerklärung erwähnt Remarketing
- Google Consent Mode V2 (ab März 2024 Pflicht)
Consent Mode Setup:
GTM → Google Consent Mode konfigurieren
→ Ad Storage = Requires Consent
Impact: Deine Remarketing-Audience schrumpft um alle, die Cookies ablehnen. Wie viele das sind, zeigt dir deine eigene Consent-Rate.
Aber: Compliance > Wachstum
Remarketing Performance: Miss dich an deinen eigenen Zahlen
Allgemeine Benchmarks für CTR, Conversion Rate oder ROAS helfen dir wenig: Sie hängen von Branche, Warenkorbwert, Marge und Consent-Rate ab. Aussagekräftiger ist der Vergleich im eigenen Konto:
1. Remarketing vs. Cold Traffic: Vergleiche CPA und ROAS beider Kampagnentypen im selben Zeitraum.
2. Segmente untereinander: Werte Warenkorbabbrecher, Produktseiten-Besucher und alle Besucher getrennt aus.
3. Break-even-ROAS als Untergrenze = 1 / Marge
Beispiel: 25% Marge → 1 / 0,25 = 400% ROAS
Darunter verlierst du an jedem Remarketing-Verkauf Geld.
Wichtig: Remarketing-ROAS sieht oft besser aus, als er ist, weil ein Teil der Käufer auch ohne Anzeige gekauft hätte. Wenn du es genau wissen willst, pausiere Remarketing testweise für einen Zeitraum oder eine Region und vergleiche die Gesamtverkäufe.
Remarketing-Checkliste
Setup ✅:
- Google Ads Tag auf allen Seiten
- Zielgruppen erstellt (min. 5 Segmente)
- Zeitbasierte Segmentierung (Hot/Warm/Cold)
- Warenkorbabbrecher-Segment
- Frequency Capping aktiviert (3-5/Tag)
Kampagnen ✅:
- Display Remarketing aktiv
- RLSA auf Search-Kampagnen
- Separate Kampagne Warenkorbabbrecher
- Customer Match Setup (falls E-Mail-Liste vorhanden)
- Lookalike-Segmente testen (Demand Gen)
Creative ✅:
- Mindestens 3 Anzeigen-Varianten
- Produktbilder verwendet
- Rabatt-Angebote für Hot Leads
- Social Proof für Warm Leads
- Dynamic Remarketing (E-Commerce)
Optimierung ✅:
- Gebote nach Segment optimiert
- Budget-Split: 30-40% für Remarketing
- Bestandskunden ausgeschlossen (Akquise)
- A/B-Tests laufen
- DSGVO-konform (Consent Mode)
Fazit
Remarketing ist erfahrungsgemäß einer der profitabelsten Google Ads Kanäle:
- Oft günstigere CPCs
- Deutlich höhere Conversion Rates
- Meist höherer ROAS als bei Cold Traffic
Erfolgsformel:
- Segmentierung (Zeit + Verhalten)
- Sequenzen (unterschiedliche Botschaften)
- Multi-Channel (Display + RLSA + Video)
- Creative Diversity (A/B-Testing)
- Frequency Capping
In der Praxis kommen die meisten deiner Besucher nicht zurück, außer du holst sie aktiv!
Remarketing-Setup Unterstützung
FAQ zu Google Ads Remarketing
Was kostet Google Ads Remarketing?
Remarketing-CPCs im Display-Netzwerk liegen aus meiner Praxis oft bei 0,20-0,60€ und damit meist deutlich unter Suchanzeigen. Mindestbudget: 200-500€/Monat. Typische Planung: 20-40% des Gesamt-Budgets für Remarketing. Deinen CPA rechnest du selbst aus (CPC / Conversion Rate) und vergleichst ihn mit deinen Akquise-Kampagnen. Setup: kostenlos, nur Ad Spend. Ein passendes Gesamtbudget kannst du mit dem Google Ads Budget-Rechner kalkulieren.
Wie funktioniert Remarketing bei Google Ads?
Google Ads Tag trackt Website-Besucher, speichert sie in Zielgruppen (DSGVO-konform mit Consent). Später sehen diese Nutzer deine Anzeigen auf Google Display Network, YouTube, Gmail, oder in Google-Suche (RLSA). Nur wer deine Website besucht hat, sieht Remarketing-Anzeigen. Membership Duration: 1-540 Tage.
Ist Remarketing DSGVO-konform?
Ja, mit Einwilligung! Pflicht: Cookie-Banner mit Opt-In (nicht nur Info), Datenschutzerklärung erwähnt Remarketing, Google Consent Mode V2 implementiert. Ohne Consent: Kein Remarketing-Tracking. Impact: Dein Remarketing-Pool schrumpft um alle, die Cookies ablehnen, dafür bist du rechtlich auf der sicheren Seite.
Was ist der Unterschied zwischen Remarketing und Retargeting?
Begriffe werden synonym verwendet, meinen dasselbe: Anzeigen für Website-Besucher. "Remarketing" = Google's Begriff, "Retargeting" = generischer Begriff. Technisch kein Unterschied. Beide: Nutzer wird getaggt, sieht später Anzeigen. Google nennt es "Remarketing", Facebook "Retargeting".
Wie groß muss meine Remarketing-Liste sein?
Laut Google: Für Display, Suche (RLSA) und YouTube braucht eine Liste mindestens 100 aktive Nutzer in den letzten 30 Tagen. Kundenlisten (Customer Match) brauchen ebenfalls 100 aktive Nutzer, wenn sie nach dem 1. Februar 2024 hochgeladen oder aktualisiert wurden (ältere Listen: 1.000 abgeglichene Nutzer). Unter dem Minimum werden an diese Liste keine Anzeigen ausgeliefert. Aus meiner Praxis laufen Kampagnen ab einigen tausend Nutzern pro Liste deutlich stabiler, für den Start empfehle ich eher 5.000+ Besucher pro Monat.
Welche Remarketing-Strategie funktioniert am besten?
Warenkorbabbrecher-Remarketing: Aus meiner Praxis meist der höchste ROI, weil diese Nutzer kurz vor dem Kauf standen. Sequenzen nach Zeit: Tag 1-7 Rabatt, Tag 8-30 Social Proof, Tag 31-90 Content. Dynamic Remarketing (E-Commerce): Zeigt genau die angesehenen Produkte. RLSA: +50-100% Gebotsanpassung für Besucher in Search.
Wie oft sollten Remarketing-Anzeigen erscheinen?
Frequency Capping: Max. 3-5 Impressionen pro Tag, max. 15-20 pro Woche optimal. Zu viel: Nervt Nutzer, Brand-Damage. Zu wenig: Nicht effektiv. Warenkorbabbrecher: Höheres Frequency ok (5-7/Tag erste 3 Tage). Display: 3/Tag. RLSA: Kein Cap (nur bei Suche).
Lohnt sich Remarketing für kleine Unternehmen?
Ja, besonders! Vorteile: meist günstigere Klicks als Cold Traffic, funktioniert mit kleinem Budget (ab 200€/Monat), aus meiner Praxis oft einer der Kanäle mit dem besten ROI. Erfahrungsgemäß sinnvoll: rund 3.000-5.000 Website-Besucher/Monat für eine ausreichend große Liste. Unter 1.000 Besucher/Monat: Erst Traffic-Generation, dann Remarketing.




